Leiche in Straßengraben entdeckt - Polizei sucht dringend Zeugen

Die Umstände, unter denen die Frau ums Leben kam, sind noch fraglich. Eine Obduktion soll Klarheit bringen.

Es ist Freitag gegen 8.44 Uhr gewesen, als Passanten an der Zuger Straße gegenüber der Gartenanlage Am Konstantin die junge Frau entdeckten. Sie lag im Straßengraben des angrenzenden Feldes - der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Schneefall beherrschte am Morgen die Region, die Verbindungsstraße zwischen Brand-Erbisdorf und Zug war schneebedeckt und glatt. Sie wird gern von Pendlern zwischen Brand-Erbisdorf und Freiberg genutzt, auch die Stadtbuslinie B fährt dort entlang. Einen Fußweg gibt es in diesem Bereich nicht, die gegenüberliegende Gartenanlage ist in dieser Jahreszeit verwaist. Die nächsten Wohnhäuser liegen einige hundert Meter entfernt, eine Straßenbeleuchtung fehlt.

Ab etwa 9 Uhr war die Verbindung gesperrt, Polizeifahrzeuge säumten den Straßenrand. Einsatzkräfte des Freiberger Polizeireviers, der Kriminalpolizei und -technik sowie der Verkehrsunfalldienst aus Chemnitz trafen ein, um die Ermittlungen zum Tod der Frau aufzunehmen und alle möglichen Spuren vor Ort zu sichern. Auch das Technische Hilfswerk wurde angefordert, deckte den Fundort und die Leiche mit einem Zelt ab. Aus Leipzig reiste später ein Rechtsmediziner an. Die Tote wurde in die Rechtsmedizin nach Chemnitz gebracht.


Die Polizei-Einsatzleitung vor Ort und die Staatsanwaltschaft Chemnitz hielten telefonisch engen Kontakt. Doch auch Freitag Nachmittag noch standen die Beamten zum Tathergang vor einem Rätsel: "Was sich vor Ort zugetragen hat und wie die Frau zu Tode kam, ist bislang unklar. Die Ermittler können derzeit weder eine Straftat noch einen Unfall ausschließen", erklärte Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Die Einsatzkräfte waren auch nachmittags noch vor Ort.

Ob die junge Frau möglicherweise zu Fuß entlang der Zuger Straße unterwegs gewesen ist und von einem Auto erfasst wurde - das ist bislang lediglich eine Vermutung. Aussagen dazu erhofft sich die Polizei von einem Zeugenaufruf. Auch der genaue Todeszeitpunkt der Frau war gestern noch unklar. "Der Zeitpunkt kann einige Stunden zurückliegen", sagte Jana Ulbricht am Abend im Zusammenhang mit dem Auffinden der Frau. Ebenso müsse ihre Todesursache noch ermittelt werden, eine Obduktion ist laut der Polizeisprecherin angedacht.

Die Zuger Straße, sie ist die Kreisstraße 7731, gehört in diesem Abschnitt zum Stadtgebiet Brand-Erbisdorf. Der Winterdienst der Straßenmeisterei Freiberg betreut den Teil, wie Straßenmeister Ingo Clausnitzer auf Nachfrage bestätigte. Wegen des Schneefalls waren Einsatzfahrzeuge am Freitag auch in dem betreffenden Bereich unterwegs. Am Nachmittag ermittelten demnach Kriminalpolizei und Kriminaltechnischer Dienst in der Straßenmeisterei und nahmen das Winterdienstfahrzeug, das auf der Zuger Straße unterwegs war, unter die Lupe.

Im Zusammenhang mit dem Tod der Frau und dem Geschehen sucht die Polizei nun Zeugen, die gestern Morgen auf der Zuger Straße unterwegs waren und Beobachtungen gemacht haben. "Wem ist eine junge Frau aufgefallen, die gegebenenfalls zu Fuß entlang der Straße unterwegs war?", fragt die Polizei. (mit smc und akli)

Die Polizei nimmt Hinweise unter den Rufnummern 0371 8740 und 03731 700 entgegen.

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