Lichtenberg drängt auf Sanierung einer Stützmauer

Standsicherheit des Bauwerkes ist gefährdet - Gemeinde wartet auf Fördermittel

Lichtenberg.

Die Sanierung einer alten Stützmauer an der Dorfstraße in Lichtenberg wollte die Gemeinde eigentlich in diesem Jahr in Angriff nehmen. Dafür beantragte Fördermittel wurden jedoch im laufenden Haushaltsjahr bislang nicht bewilligt. Die Stützmauer befindet sich jedoch in einem zunehmend schlechteren Zustand, worauf die ausgeprägten Ausbauchungen hinweisen. Augenscheinlich, so die Gemeindeverwaltung, ist die Standsicherheit eingeschränkt.

In einer E-Mail vom 11. Juni habe die Gemeinde diesen Sachverhalt gegenüber dem Landesamt für Straßenwesen und Verkehr (Lasuv) dargestellt und abermals konkretisiert. Zudem wurde darauf verwiesen, dass die Gemeinde finanziell nicht in der Lage sei, die Sanierungsmaßnahme ohne Fördermittel zu realisieren. "Ich habe klargemacht, dass - falls die Mauer einfällt und eine Sperrung erforderlich ist - die Umleitung nur über Dittersbach auf der sogenannten Forststraße und somit durch das Wassereinzugsgebiet der Trinkwassertalsperre Lichtenberg möglich ist", schilderte Bürgermeisterin Steffi Schädlich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Daraufhin habe das Lasuv die Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilt.

"Das heißt im Umkehrschluss aber nicht automatisch, dass wir die beantragten Fördermittel bekommen", wies Schädlich die Ratsmitglieder auf ein Risiko hin. "Allerdings habe ich es auch noch nicht erlebt, dass es dann keine gegeben hat." Um eine Umleitung durch eine Vollsperrung während der Sanierung so kurz wie möglich zu gestalten, sei es unumgänglich, dass die Arbeiten Anfang 2021 über die Bühne gehen. Im Oktober sollen die dafür notwendigen Ausschreibungen erfolgen. Der Gemeinderat stimmte diesem Grundsatzbeschluss einstimmig zu.

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