Lichtenberger ohne Nachwuchssorgen

14 Mädchen und Jungen gehören zur Jugendfeuerwehr und sind mit Eifer bei der Sache. Eine Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule leistete gute Dienste.

Lichtenberg/Müdisdorf.

Es ist schon dunkel draußen. Im Müdisdorfer Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Weigmannsdorf-Müdisdorf brennt noch Licht. Zwölf Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren sind freiwillig zusammengekommen, um nach der Schule weiter zu lernen. Nur zwei fehlen an diesem Abend von den 14 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Lichtenberg.

In den kalten Monaten steht Theorie auf dem Lehrplan. Vielleicht nicht für alle die tollste Sache, aber notwendig. "Erst im Frühjahr geht es wieder hinaus", weiß Jugendwart Nick Kost. "Und dann können die Kinder in der Praxis anwenden, was sie jetzt theoretisch gelernt haben." Der 28-Jährige ist selbst im Alter von zehn Jahren in die Truppe eingetreten und 2007 zu den Aktiven gewechselt. Es war sein Großvater, der das Interesse des Jungen einst weckte, da er selbst in der Wehr tätig war.

Kost, der seit August das Amt des Jugendwarts von Diana Böhme übernommen hat, ist zufrieden mit seiner Truppe. Nicht nur, weil alle mit Feuereifer bei der Sache sind, sondern vor allem, weil die Anzahl endlich wieder stimmt. Die Zeiten sind noch nicht allzu lange her, da stand es um die Jugendfeuerwehr der Gemeinde nicht gut. Die erfahrenen Kameraden setzten alle Hebel in Bewegung, um neuen Nachwuchs zu begeistern, doch es wollte nicht so recht gelingen.

Dass es nun wieder eine ordentliche Anzahl ist, hat vor allem damit zu tun, dass Nick Kost einige Zeit lang eine Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr an der Grundschule in Lichtenberg veranstaltete. "Von der sind dann einige Kinder mit zur Jugendfeuerwehr gekommen und geblieben", erzählt er. Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen, denn eine Wehr, die zum Schutz der Einwohner und ihres Eigentums angetreten ist, kann nie genug Kameraden haben - ganz gleich, ob männlich oder weiblich. Wer dabei sein möchte, der soll einfach vorbei kommen. Alle 14 Tage trifft man sich um 17 Uhr für zwei Stunden in Müdisdorf. Für das kommende Jahr bereiten die Kameraden einen Berufsfeuerwehrtag vor, an dem die Kinder den Alltag in der Wache selber nachstellen und so direkt viel lernen können.

Unterstützen kann man die Nachwuchs-Wehr auch auf andere Weise. Der "Handwerker auf Zeit", André Lichtenberger, nutzte den Advent, um den kleinen Kameraden einige Jacken und T-Shirts im flotten Orange zu spenden, gemeinsam mit vielseitig verwendbaren Schals, die heutzutage Loops genannt werden. "Es ist toll, dass er das macht", freut sich Nick Kost. "Er war vor einiger Zeit der erste Unternehmer, der uns so unterstützt. Schön wäre es, wenn ihm andere nacheiferten."

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