Lichtenberger planen ihr Dorf für die Zukunft

Bei der Frage, wie sich die Gemeinde mit ihren Ortsteilen entwickeln soll, ist die Meinung der Einwohner ausdrücklich gefragt.

Lichtenberg.

Zum Dorfumbau befragt, setzen die Lichtenberger ihre Schwerpunkte sehr deutlich. So sprach sich innerhalb einer Fragebogen-Aktion eine Mehrheit für die Freihaltung von Hochwassergebieten aus. Auch solle die Förderung von Vereinen ebenso wie die des Nachwuchses hohe Priorität genießen. Überwältigend war die Forderung, die Bahnlinie zwischen Freiberg und Holzhau zu erhalten.

Bei einem abschließenden Ranking der wichtigsten Maßnahmen gaben die Einwohner dem Fußwegausbau in allen drei Ortsteilen Platz eins, gefolgt von der Instandhaltung und dem Ausbau von Radwegen sowie dem Bau von Spielplätzen. Die Schaffung eines zentralen Begegnungsortes rund um den Ringelteich erhielt im Bereich der sozialen Infrastruktur die meiste Zustimmung.

Auf seiner Sitzung diese Woche wurde dem Gemeinderat die abschließende Fassung des Dorfumbauplans zur Beschlussfassung vorgelegt. Simone Freiberg vom Büro für Städtebau Chemnitz stellte dabei die Ergebnisse vor, die sich aus der eigenen Beurteilung der drei Ortsteile Lichtenberg, Müdisdorf und Weigmannsdorf ergaben, aber auch aus den direkten Gesprächen mit den Gemeindevertretern und den zwei Treffen mit der extra dafür gebildeten Arbeitsgruppe, in der Gemeinde, Vereine, Gewerbetreibende, Anwohner und Gemeinderat vertreten waren. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausführungen beruhte auf der Auswertung des Fragebogens, der mit dem Amtsblatt in der ersten Jahreshälfte an die Haushalte gegangen war und der außerdem an verschiedenen Stellen ausgelegen hatte.

Zunächst hatte es über den Rücklauf des Fragebogens leichte Irritationen gegeben. Bei einer Einwohnerzahl von 2673 nahm sich dieser mit 132 zunächst sehr dürftig aus. Bürgermeisterin Steffi Schädlich (Freie Wähler) sagte, dass sie darüber etwas erstaunt sei, wäre sie doch von vielen Einwohnern zu den einzelnen Fragen angesprochen worden. Ein hohes Interesse sei also zu verzeichnen gewesen. Die offizielle Zahl täuscht durchaus. Ein Einwohner gab dazu an, dass er einen Fragebogen gemeinsam mit der mehrköpfigen Familie ausgefüllt habe. Es ist also durchaus davon auszugehen, dass eine weitaus höhere Zahl an Lichtenbergern Anteil am Dorfumbauplan genommen hat, was auch die gute Resonanz auf den Bürgerversammlungen zum Thema widerspiegele, sagte Simone Freiberg.

Mit dem Dorfumbauplan, so Steffi Schädlich, werde der Gemeinde vor allem eine Handreichung übergeben, wie man in den kommenden Jahren am besten die Entwicklung gestalten könne. "Es obliegt nun dem Gemeinderat, festzulegen, wie die Prioritäten zu setzen sind", so die Bürgermeisterin. "Manches davon wird vielleicht ein Wunsch bleiben, denn am Ende ist alles eine Frage der Machbarkeit." Mit großer Mehrheit beschloss der Gemeinderat den Dorfumbauplan.

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