Lichtenberger ringen um Lösung

Wenn die Sparkassen- Filiale zum 31. Dezember schließt, soll wenigstens ein Geldautomat im Ort bleiben.

Lichtenberg.

Die Schließung der Sparkassenfiliale beschäftigt auch die Lichtenberger. Bürgermeisterin Steffi Schädlich (Freie Wähler) informierte den Gemeinderat am Donnerstagabend darüber, dass sie sich noch einmal an Landrat Matthias Damm (CDU) gewandt habe, um nach Möglichkeiten zu suchen, die Schließung zum 31.Dezember zu verhindern. Sie habe zur Auskunft bekommen, dass der Landrat, der lediglich Mitglied im Aufsichtsrat der mittelsächsischen Sparkasse sei und nicht im entscheidenden Vorstand, wenig bis gar keine Möglichkeiten habe, daran noch etwas zu ändern. "Ich gehe aber davon aus, dass es bei der nächsten Kreistagssitzung nochmals thematisiert wird", erklärte Steffi Schädlich, die auch Abgeordnete dieses Gremiums ist.

Derweil dreht man in der Gemeindeverwaltung nicht Däumchen und wartet ab, sondern sucht nach einer Lösung im Sinne der Bürger. So will man einen bankenunabhängigen Geldautomaten aufstellen lassen. Ein Gespräch mit einem entsprechenden Anbieter habe bereits stattgefunden. Auch habe man von Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen, die Zusage bekommen, dass man den Vorraum der bisherigen Sparkassenfiliale in Zukunft kostenlos nutzen könne.

Das Aufstellen eines neuen Geldautomaten sei also möglich. "Der kann dann von den Kunden verschiedener Geldinstitute genutzt werden, nicht nur von denen der Sparkasse", betonte die Bürgermeisterin. Außerdem soll die Möglichkeit geprüft werden, ob der Geldautomat der Sparkasse solange in Betrieb bleiben kann, bis der neue Automat, voraussichtlich im Januar, installiert wird.

Die Versorgung der Lichtenberger durch die Sparkasse soll ab dem nächsten Jahr mit dem Sparkassen-Mobil stattfinden, das alle zwei Wochen für zwei Stunden im Ort Halt macht. "Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass dies den Wegfall der Filiale ausgleichen wird", meinte dazu Steffi Schädlich. Ungeklärt sei ferner, wie es mit der Filialen-Immobilie, die der Sparkasse gehört und in der außerdem das Rathaus der Gemeinde Mieter ist, künftig weitergehen soll. Sie selbst, so Schädlich, geht davon aus, dass sich vorerst nichts ändern wird.

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