Linken-Politikerin fordert Fahrgastbeirat

Auch nachdem Regiobus in Freiberg weitgehend zur alten Linienführung im Stadtverkehr zurückkehren will, kehrt in der Debatte keine Ruhe ein.

Freiberg.

Für Jana Pinka steht fest: "Das ganze Hickhack war unnötig." Damit spielt die Linkenpolitiker, die im Freiberger Stadtrat und im Landtag sitzt, auf den monatelangen Ärger über die Linienführung im städtischen Busverkehr an. Erst nach einem Proteststurm lenkte Regiobus ein. Voraussichtlich ab Juni wird erneut auf Ringlinien umgestellt.

Zwar waren die Stadträte über die Fahrplanänderung im Herbst informiert worden - in der damaligen Sitzung regte sich kein Widerstand. Aber im Nachgang stellte sich dies, wie Jana Pinka betont, als Fehler heraus. "Freiberg braucht daher umgehend eine ehrliche und systematische Beteiligung der Fahrgäste. Es kann nicht sein, dass mit viel öffentlichem Geld ein Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt entworfen wird, Verwaltung und Busunternehmen diesem zustimmen und keiner die Fahrgäste fragt. Jetzt haben wir den Scherbenhaufen", bringt sie es auf den Punkt. Ihre Forderung: Einen Fahrgastbeirat für Freiberg einzurichten. Aus diesem Grund möchte Pinka ihre Fraktionskollegen bitten, einen entsprechenden Antrag im Stadtrat einzubringen. "Damit würden in Zukunft in Freiberg nicht so viele Entscheidungen fallen, die an den Menschen vorbei gehen", fährt sie fort. Und weiter: "Alle reden von Bus und Bahn, es wird Zeit, dass auch endlich die Fahrgäste ehrlich beteiligt werden."

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Was die Freiberger über den Nahverkehr denken soll schon am Montag bei einer offenen Gesprächsrunde auf dem Obermarkt ausgelotet werden - und zwar mit dem Fraktionschef der Linken im Landtag, Rico Gebhardt. Auch Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr bei Regiobus, und Andreas Lindner, der Betriebsleiter des Freiberger Betriebshofs, stehen genauso Rede und Antwort wie Pinka selbst.

Das Markplatzgespräch zum Thema "Öffentlicher Personennahverkehr" findet am Montag ab 16 Uhr auf dem Obermarkt statt. Bereits um 15 Uhr wird über "Solidarität und Armut" diskutiert. Außerdem ist ein Hüpfburg aufgebaut und es gibt Straßenmusik von der Solo-Band Rollsplitt.

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