Lother Teich: Damm wird untersucht

Das künstliche Gewässer hat für den Hochwasserschutz in Berthelsdorf besondere Bedeutung. Doch bevor die Gemeinde es übernimmt, will sie Klarheit über den Zustand.

Weißenborn.

Für den Damm des Lother Teichs in Berthelsdorf soll jetzt ein Sicherheitsgutachten erstellt werden. Das haben die Weißenborner Gemeinderäte auf ihrer Sitzung diese Woche beschlossen.

Dem Lother Teich, der sich derzeit noch in Besitz der Kommunalen Energieversorgung Brand-Erbisdorf (KEB) befindet, kommt im Hochwasserschutzkonzept für den Ortsteil Berthelsdorf eine besondere Bedeutung zu. Das künstliche Gewässer aus der Mitte des 16. Jahrhunderts regelt den Abfluss von Regenwasser in den Münzbach. Das neue Konzept sieht vor, dass der Abfluss soweit gedrosselt werden soll, dass bei Starkregen in Berthelsdorf keine Schäden entstehen. Das überschüssige Wasser wird dann künftig durch eine zusätzliche Leitung um den Ort herum geleitet.

Um dies alles umzusetzen, ist aber eine Übernahme des Lother Teiches durch die Gemeinde Weißenborn nötig. Die Stadt Brand-Erbisdorf hat dazu bereits Zustimmung signalisiert. In Weißenborn will man sich zuvor aber absichern. "Um nicht sprichwörtlich die Katze im Sack zu übernehmen, hält es die Gemeindeverwaltung dringend für erforderlich, den Teich beziehungsweise den Damm ingenieurtechnisch untersuchen zu lassen", heißt es in der Beschlussvorlage.

Bauamtsleiter Ulf Gregor zählte auf, was in der Leistung, die das Ingenieurbüro Arcadis erbringen soll, enthalten ist. "Dazu gehören Bohrungen, Aufschlüsse, Laboruntersuchungen und das fertige Gutachten", sagte er in der Sitzung. Das Gutachten soll dann Empfehlungen geben, was gegebenenfalls getan werden muss und ob die Anlage noch den heutigen Anforderungen entspricht. Alles zusammen bildet laut Bauamtsleiter schließlich die Grundlage zur Beantragung eventueller Fördergelder.

Für die Untersuchungen habe man sowohl die Genehmigung von Brand-Erbisdorfs Oberbürgermeister Martin Antonow (parteilos) als auch der KEB eingeholt. Die Kosten für die Erstellung des Gutachtens belaufen sich laut der Gemeindeverwaltung insgesamt auf 46.700 Euro.

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