Mäuse bringen Bauern um Ertrag

Die Population der gefräßigen Tiere steigt in Mittelsachsen rasant an. In flachen Regionen sind die Schäden verheerend, im Bergland gering. Bekämpfen darf man sie noch nicht.

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11 Kommentare

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  • 12
    1
    Juri
    02.09.2020

    Inzwischen ist es kein Gefühl mehr. Inzwischen ist es gut zu belegen, dass zahlreiche Presseberichte zum Thema Landwirtschaft negativ besetzt sind. Mir fällt in den letzten 20 Jahren kaum ein Artikel ein, bei dem uns Lesern zufriedenen, fröhliche Landwirte vorgestellt wurden.

    Da ist es zu heiß, zu trocken, zu feucht, zu nass, zu kalt, da kam der erste Schnee zu früh, ein anderes Mal blieb er zu lange liegen oder er kam überhaupt nicht. Da hat es zu lange geregnet, es war zu viel Sturm, da stören Spätfröste, natürlich das Unkraut, da sind Kartoffeln und Getreidekörner zu klein. Da fressen die Wildschweine alles weg und die Fischwirten beklagen sich über zu große Fisch fressende Vogelbestände.
    Es war auch schon zu lesen, dass die inzwischen viel zu schweren Landmaschinen das Leben der Ackerlandbewohner zerstören, weil sie den Boden zu sehr drücken. Aktuell gibt es nun, wie bereits 2015, wieder viele Mäuse. Ich will es dabei belassen. Wir alle wissen es, es gibt noch viel mehr landwirtschaftliche Beschwernisse, über die immer wieder berichtet wird. Übrigens nicht nur in der Freien Presse.

    Auch Herr Jahn kniet vor zwei Mäuselöchern und schaut nicht gerade in die Welt, als wenn er als Fachmann eine umweltverträgliche Idee hätte. Also was soll's. Nehmen wir Gift gegen die Nager, die Insekten und das Unkraut. Das hilft auf alle Fälle. Zumindest dagegen und vor allen kurzfristig.
    Und wenn sich dann der Rest der Welt beschwert, dann fahren wir einfach wieder mit unseren Traktoren vor den Reichstag.

    Ich bin kein Landwirt, deshalb sind solche Fragen erlaubt: Wie wurde das früher geregelt? Gibt es keine Katzen, Füchse, Marder, etc. mehr? Wurde hier von Menschenhand zu sehr in die Natur eingegriffen? Gibt es zu wenig Absprachen zwischen den Jägern und Landwirten? Regeln wir unsere Bedürfnisse zu schnell aus unserer Komfortzone heraus?
    Ich leugne weder den Klimawandel noch die Schwierigkeiten der Landwirte. Ich mach mir einfach nur Sorgen um die Zukunft der Schöpfung. Genau so wie sich viele Menschen, zunehmend vor allen auch junge Menschen, diesbezüglich Sorgen machen.
    Dabei würden wir Verbraucher uns so sehr freuen, wenn es mal einen hoffnungsfrohen Bericht zum Thema Landwirtschaft, Tierhaltung und Tiertransporte geben würde.
    Der vorliegende Artikel macht vielen Menschen, neben den bereits bestehenden Ängsten, erneut Angst.
    Angst davor, dass uns nun nicht nur die Rehe, die Wildschweine, die Nager, die Vögel die frische Saat und den Fischbestand, - ach ja, und die Wölfe alles wegfressen.
    Na das kann ja noch heiter werden.