Maifeuer zieht vor die Tore der Stadt

Flammen sollen bald am Brauhaus lodern - "Freie Presse" beantwortet Fragen zu Festgelände, Parkplätzen und Pendelbussen

Freiberg.

Wo sonst beim Brauhausfest im Sommer Fahrgeschäfte und Buden des Rummels stehen, wird es auch heute geschäftig: Auf der Wiese hinter dem Brauhaus beginnt der Aufbau der Buden und Ausschankwagen für das Freiberger Maifeuer. Zum ersten Mal soll die Veranstaltung damit vor den Toren der Stadt über die Bühne gehen. Die "Freie Presse" beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

Warum zieht das Maifeuer vor die Tore der Stadt?

Hintergrund ist, dass die Stadt das Festgelände am Messeplatz dem Freistaat Sachsen übereignet hat. Dort soll ein neues TU-Zentrum samt Institut und Bibliothek entstehen. "Wir haben gemeinsam mit der Stadt und der Feuerwehr lange nach einer alternativen Fläche in der Innenstadt gesucht, aber das war für so ein Feuer einfach nicht möglich", erklärt Andrea Tzschöckel von der Brauhaus-Tochter Gastro-Service Mittelsachsen. Die GSM organisiert das Feuer zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Freiberg. "Die Brauereiwiese hatten wir als bereits bekannte Veranstaltungsfläche vom Brauhausfest immer im Hinterkopf. Und wir haben uns schließlich auch aufgrund der fehlenden innerstädtischen Alternativen dafür entschieden", so Tzschöckel. Auch die Feuerwehr hat sich mit dem Standort angefreundet. "Wir hoffen, dass er auch von den Freibergern angenommen wird", sagt Stadtwehrleiter Steffen Schneider.

Welche Möglichkeiten bietet das Gelände am Brauhaus?

Gegenüber dem Messeplatz ist der neue Standort etwas kleiner, räumt Tzschöckel ein. Die Bergmannsbaude des Weihnachtsmarkts, die am Brauhaus-Parkplatz gelagert wird, kann ins Fest integriert werden. Tzschöckel: "Die Baude wird zunehmend für Veranstaltungen genutzt werden, zum Beispiel auch am Himmelfahrtstag." Die Veranstaltungspartner der Vorjahre finden auch am neuen Standort Platz, so Tzschöckel. 2016 waren schätzungsweise bis zu 3000 Menschen zum Messeplatz gekommen. Genaue Zahlen gibt es nicht, so Tzschöckel, da das Maifeuer kostenlos ist und deshalb die Gäste nicht anhand verkaufter Karten gezählt werden können. Mit wie viel Gästen diesmal zu rechnen ist, sei demnach unklar.

Gibt es Einschränkungen bei der Größe des Feuers?

Nein, versichert die GSM. Das Feuer soll ähnlich groß wie am Messeplatz werden, sagt Tzschöckel. Ab Sonntag dürfen die Mitglieder der Feuerwehr das Holz stapeln. Der Abstand zur Bundesstraße wie zum benachbarten Fürstenwald ist ausreichend groß, versichern GSM und Feuerwehr und verweisen auf Genehmigungen, die ihnen zufolge vorliegen. Die Feuerwehr sichert die Veranstaltung selbst ab.

Welche Angebote erwarten die Besucher?

Für Gastronomie ist gesorgt. Die Ehrenamtler der Feuerwehr bieten Bastelstraße, Hüpfburg, Kinderschminken und die Feuerwehr zum Anfassen und Anschauen. Auch die Jugendfeuerwehr ist vor Ort. DJ Fire Entertainment sorgt für Musik.

Wie lässt sich das Festgelände am besten erreichen?

Mit Verweis auf die nur wenigen Parkflächen an der Delfter Straße, bittet die GSM die Gäste, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus anzureisen. Ein Pendelbusverkehr verbindet den Stadtteil Wasserberg und die Innenstadt mit dem Festgelände. Tzschöckel: "Die Busse fahren von 16.30 bis 23 Uhr zwischen Unicent/Karl-Kegel-Straße und Brauerei sowie von 17 bis 23 Uhr zwischen Schlossplatz und Brauerei." Von und zum Wasserberg geht es alle 30, von und zur Innenstadt alle 20 Minuten.

Gibt es Verkehrseinschränkungen auf der Bundesstraße?

Nein, sagt Tzschöckel: "Nur die Zufahrt zur Brauerei ist für den Besucherverkehr gesperrt."

Seit wann gibt es Maifeuer in Freiberg?

Bereits zum siebten Mal sollen die Flammen in Freiberg den Wonnemonat Mai einläuten. "Damit wurde eine schöne Tradition begründet, und die sollte fortgeführt werden", findet Andrea Tzschöckel: "Es ist für alle irgendwie der Auftakt zur Open-Air-Saison und in den Frühling - alle kommen langsam wieder vor die Tür, man verabschiedet den Winter, die Tage werden länger und wärmer - so sollte es jedenfalls sein - und man freut sich auf die Frühlings- und Sommersaison." (fhob)

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