Marketing wird nachgebessert

Der Landkreis hat in einer Umfrage 462 Firmen um ihre Meinung gebeten. Mit 23 Prozent Rücklauf ist die Verwaltung zufrieden.

Freiberg.

Rund 71 Prozent der in Mittelsachsen beheimateten Unternehmen fühlen sich im Landkreis stark bis sehr stark verwurzelt. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, welche die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes im September in Auftrag gegeben hatte und deren Auswertung jetzt vorgestellt wurde.

"Dafür haben wir 462 mittelständische Unternehmen angefragt", erläuterte Lothar Beier, der Erste Beigeordnete des Landrates. "106 Firmen haben sich beteiligt, was einer Rücklaufquote von 23 Prozent entspricht." Damit sei man durchaus zufrieden. Die Umfrage soll helfen, das Marketingkonzept des Referats für Wirtschaftsförderung und Bauplanung zu verbessern.


Etwa 70 Prozent der Unternehmen wünschten sich der Erhebung zufolge allerdings auch eine deutlich engere Zusammenarbeit bei der Wirtschaftsförderung. "An erster Stelle steht jedoch der Mangel an Fachkräften", betonte Beier. "Erst danach geht es um Fördermittel."

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt sei das Standortmarketing, welches dringend noch verbessert werden müsse. 40 Prozent der Firmen nutzen vor allem soziale Medien für das Marketing. Dort sieht der Landkreis für sich selbst künftig ebenfalls ein größeres Betätigungsfeld. "Im Bereich der Printwerbung sind wir gut aufgestellt", sagt Lothar Beier. "In der Zukunft konzentrieren wir uns auf solche Plattformen wie Twitter, Youtube, Instagram oder Xing." Einiges sei dafür bereits vorbereitet, etwa ein Imagefilm, doch kläre man momentan die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen ab.

18Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage an, den Landkreis mit dem Begriff Nachhaltigkeit in enge Verbindung zu bringen. "Wir haben damit durchaus ein Alleinstellungsmerkmal gefunden", so Beier. Nur sechs weitere Landkreise in Deutschland setzten ebenfalls auf die Nachhaltigkeit, keiner allerdings laut Analyse in der Intensität, wie es in Mittelsachsen der Fall sei.

Ein Marketingkonzept, das auch Handlungsempfehlungen aus der Umfrage ableitet, soll noch dieses Jahr vorgelegt werden. "Um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir unseren Landkreis in Position bringen", sagt CDU-Landrat Matthias Damm. Bei der Erstellung des Marketingkonzeptes zur Wirtschaftsregion Mittelsachsen wird der Landkreis von der Firma M&M Mediation & Marketing Oschatz unterstützt.

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