Massive Gewalt führte zum Tod der jungen Frau

Die 35-Jährige, die bei Brand-Erbisdorf gefunden wurde, ist erschlagen worden. Hatte sie Avancen des ebenfalls toten Tatverdächtigen abgelehnt?

Brand-Erbisdorf.

Nach der Gewalttat an einer 35-jährigen Frau, die nach Informationen der "Freien Presse" in Brand-Erbisdorf gewohnt hat, laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Die Mordkommission in Chemnitz führt diese nach "Freie Presse"-Informationen weiter.

Fest steht inzwischen, dass die Frau, die am Freitagmorgen an der Zuger Straße zwischen Brand-Erbisdorf und Zug tot aufgefunden wurde, "infolge massiver Gewalteinwirkung durch einen Gegenstand auf den Kopf" gestorben ist, wie es von der Staatsanwaltschaft Chemnitz nach der Obduktion der Toten heißt. Näheres zum Tatwerkzeug wollte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht bekanntgeben, ein Tatfahrzeug als solches gebe es nicht.


Weitere Ermittlungen drehen sich laut der Behörde um den Ort, an dem die tote Frau gefunden wurde. Sie hat in Freiberg gearbeitet, wie die "Freie Presse" erfuhr. Ob der Straßengraben allerdings zugleich der Tatort gewesen ist, ist noch vage. Die Staatsanwaltschaft hält dies für möglich, aber noch nicht für zweifelsfrei geklärt, "da aufgrund der Witterung - Schnee und Regen - Spuren verwischt wurden", heißt es dazu.

Noch unklar ist laut Staatsanwaltschaft außerdem, wann die Frau umgebracht wurde und wie lange sie an der Straße gelegen hat. Bislang gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Frau, am Fahrbahnrand liegend, von einem Auto übersehen und angefahren wurde.

Beim Tatverdächtigen, der laut Polizei am Wochenende nach Ermittlungen tot in seiner Wohnung gefunden wurde, handele es sich um einen Deutschen, der 27 Jahre alt sein soll. Er und die Frau kannten sich. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass er sich umgebracht hat.

Auch ein mögliches Tatmotiv zeichnet sich ab. "Wahrscheinlich wurden die Avancen des Tatverdächtigen von dem Opfer zurückgewiesen", gibt es erste Erklärungen der Staatsanwaltschaft. Laut Polizei soll der Tatverdächtige ebenfalls obduziert werden, doch dazu liegen offenbar noch keine Ergebnisse vor. Ob der Mann während der Tat unter Drogen stand, auch das ist laut der Behörde bisher offen. "Die Staatsanwaltschaft geht wirklich davon aus, dass es der Täter war", teilte sie mit. Bislang hätten die Ermittler zudem keine Anhaltspunkte, dass weitere Personen in die Tat verwickelt oder verdächtig sind.

Die Polizei trat am Wochenende der Verbreitung unwahrer Spekulationen in den sozialen Netzwerken entgegen. Auf Twitter forderte sie auf, das Verbreiten von Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Tat zu unterlassen. In einem Post war das Verbrechen dem Umfeld von Flüchtlingen zugeordnet worden.

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