Mathe-Ass trainiert in Sayda

Jugendherberge ist Treff für die Besten des Landes

Sayda.

Alexandra Kolbig (Foto) aus Niederwiesa gehört zu den Besten. Gemeinsam mit 40 bis 50 anderen Schülern nimmt die 13-jährige Niederwiesaerin kommende Woche am Landesseminar Mathematik in der Jugendherberge Sayda teil, bei dem die 14-köpfige Landesmannschaft für die Bundesrunde der Mathematik-Olympiade zusammengestellt wird.

"Seit der Kindergartenzeit rechne ich gerne", erzählt Alexandra Kolbig. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Schülerin des Samuel-von-Pufendorf-Gymnasiums in Flöha bereits mehrfach erfolgreich an diversen Mathematik-Wettkämpfen teilgenommen hat. Bei der Mathematik-Olympiade, an der sie sich jährlich seit der zweiten Klasse beteiligt, hat sie in diesem Jahr in der Klassenstufe 8 eine Anerkennung erhalten. "Dieses Mal waren es sehr schwere Aufgaben. Durch eine Mathe-Rangliste, die unter anderem durch den Korrespondenzzirkel Mathe geführt wird, habe ich so viele Punkte gesammelt, dass ich jetzt zum Landesseminar eingeladen bin", erzählt das Mädchen aus Niederwiesa.

Beim Korrespondenzzirkel Mathematik, einem Angebot des Bezirkskomitees Chemnitz zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter und begabter Schüler, ist Alexandra seit vielen Jahren Mitglied. Die Teilnehmer erhalten mehrmals jährlich kniffelige Rechenaufgaben zugesandt, die sie dann selbstständig lösen müssen.

Um Mitglied zu werden "sollte man gute mathematische Kenntnisse aus dem Unterricht und den nötigen ,Biss' mitbringen, um sich auch längere Zeit mit einem mathematischen Problem oder einer Knobelaufgabe zu befassen, deren Lösung man eben nicht gleich auf den ersten Blick sieht", sagt Lutz Pörnig, Koordinator des Korrespondenzzirkels der Klassen 5 bis 8. "Dass man dann innerhalb von etwa vier Wochen die Lösungen zu den bearbeiteten Aufgaben gut begründet aufschreiben soll, ist eine weitere Herausforderung, der sich aber doch etliche Schülerinnen und Schüler - so wie Alexandra - stellen."

Damit die Schüler auch mit schwierigeren Aufgaben fertig werden, bietet der Korrespondenzzirkel Treffen an, um Rechenwege zu erläutern. "Wir haben zum Beispiel schon Modulberechnung gemacht, die wir am normalen Gymnasium gar nicht lernen. Das ist erst Stoff für das Mathematik-Studium", erzählt die Achtklässlerin, die bisher auf allen Zeugnissen immer eine Eins in Mathe vorweisen konnte. (cdo)

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