Mehr als ein Tusch für Ehrenamtler

Ohne Menschen, die ihre Freizeit opfern, würde die Gesellschaft nicht mehr funktionieren. Das weiß auch der Landrat, der nun als Dank zum Festempfang des Landkreises einlud.

Freiberg.

Nicht von ungefähr hat der Festempfang des mittelsächsischen Landrats Matthias Damm (CDU) für die ehrenamtlich Tätigen am Mittwoch in Freiberg stattgefunden. Stand er doch im Zeichen des kürzlich verliehenen Welterbetitels für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí. Das brachte auch das Motto der Veranstaltung im Tivoli "Brauchtum pflegen - Traditionen bewahren" zum Ausdruck.

Rund 300 Gäste aus dem ganzen Landkreis waren gekommen, um einen festlichen Abend zu erleben, den das Freiberger Bergmusikkorps Saxonia eröffnete. Darbietungen von Mitgliedern der Musikschule und weiterer Künstler rundeten das Programm ab. Alt-Landrat Volker Uhlig berichtete von der Arbeit als Vorsitzender des Welterbevereins. Amtsnachfolger Matthias Damm sprach allen Anwesenden seinen persönlichen Dank für das Geleistete aus. Ohne sie, sagte Damm zu Gästen, ginge einfach nichts.


Die Gruppe, die Bergbautradition groß schreibt

Bärbel Schröder, Martin Müller und Mike Glöckner genossen den Abend im Tivoli sichtlich. Das Trio vertrat den "Heimatverein Falkenau" würdig. Alle 26 Mitglieder des Vereins einzuladen, hätte wohl den Rahmen gesprengt. Gemeinsam organisiert die Gruppe die Jahresfeste in Falkenau, wie beispielsweise den traditionellen Maitanz und das Pyramidenfest im Advent. Dass der Verein für den diesjährigen Festempfang ausgewählt wurde, dürfte allerdings vor allem mit einem besonderen

Engagement zusammenhängen. "Wir haben am Freibad den Bergbaulehrpfad eröffnet, den Mike Glöckner ausgearbeitet hat", erklärte Bärbel Schröder. Erst am Dienstag wurde dort ein Bergmannsstein aufgestellt. (wjo)


Das Ehepaar mit dem Faible für Geschichte

Brunhild Rüger und ihr Mann Christian aus dem Frauensteiner Ortsteil Burkersdorf wussten nicht, wer sie für den Ehrenamtsempfang vorgeschlagen hatte. Das Warum hingegen war ihnen klar. Immerhin engagieren sich beide seit Jahren in ihrem Heimatort als Ortschronisten. Christian Rüger ist auch anderweitig aktiv. Er ist in der Kirchgemeinde nicht nur Vorsteher, sondern kümmert sich als Friedhofsgärtner und "Mädchen für alles" um vieles mehr. "Unter anderem stelle ich die Uhr an der Kirche um", erzählte er. Im Ortschaftsrat ist er ebenfalls tätig. Und dass er als ehemaliger Telekommunikationsfachmann in der IG Sat mit für Bild und Ton bei Fernsehen und Radio sorgt, ist schon beinahe selbstverständlich. (wjo)

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