Mensen sechs Wochen lang ohne Umsatz

Studentenwerk meldet Kurzarbeit für Freiberg und Mittweida an

Freiberg.

Das Studentenwerk Freiberg hat für die Hochschulgastronomie an den Standorten Freiberg und Mittweida Kurzarbeit angemeldet. Das teilte Geschäftsführer Thomas Schmalz auf Anfrage mit. Betroffen seien knapp 50 Beschäftigte. Angemeldet habe das Studentenwerk die Kurzarbeit bereits ab Mai. "Bisher liegt mir jedoch noch keine Entscheidung der Agentur für Arbeit vor, ob wir Kurzarbeitergeld beantragen können oder nicht", so Schmalz.

Mitte März hatten die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Mittweida aufgrund der Coronapandemie den Lehrbetrieb eingestellt. "Für uns bedeutete das, die Mensen in eine Art Winterschlaf über mehrere Wochen zu bringen´", so Schmalz. Bis Ende April seien die Mensen komplett geschlossen, der Umsatz gleich Null gewesen. Die Mitarbeiter hätten in der Zeit Überstunden abgebaut, Urlaub genommen oder Minusstunden aufgebaut.

"Mit Lockerung der Allgemeinverfügung haben wir Konzepte erarbeitet, wie wir in den Mensen wieder mit der Produktion beginnen können", so Schmalz. "Wichtig war für uns neben der Schaffung von Umsatz auch, ein positives Zeichen auf dem Campus zu setzen." Anfang Mai habe das Studentenwerk an beiden Standorten begonnnen, Speisen zum Mitnehmen anzubieten. Seit 18. Mai sind auch die Speisesäle wieder geöffnet. Dennoch liegen die Umsätze der Mensen noch immer unter den Erwartungen: In Mittweida erwirtschaftete die Mensa laut Schmalz im Juni nur etwa 15 Prozent des geplanten Umsatzes. Weil die Hochschule das Sommersemester als Online-Semester durchführt, seien kaum Studierende vor Ort. Auch die Anzahl der vor Ort tätigen Hochschulmitarbeiter habe noch nicht wieder ihr gewohntes Niveau erreicht, erklärt Schmalz. In Freiberg habe die Mensa im Juni immerhin etwa 30 bis 35 Prozent der geplanten Umsätze erreicht. Dort seien wieder mehr Studierende und Mitarbeiter auf dem Campus und nutzten die gastronomischen Angebote. Gegenüber dem Wissenschaftsministerium habe das Studentenwerk als Verlust für die Mensen von Mitte März bis Ende April rund 101.000 Euro abgerechnet. Für die Wohnheime fielen im Sommersemester rund 111.000 Euro Verluste an, weil Studierende zugesagte Plätze nicht nutzen konnten.

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