Messerstecherei: Schnelle Hilfe rettet Leben

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Der 18-jährige Tatverdächtige sitzt in Haft; sein Opfer liegt im Krankenhaus.

Freiberg.

Nach einer Messerstecherei am Montagabend auf der Petersstraße in Freiberg hat sich die Polizei bei den Ersthelfern für deren schnelles Handeln bedankt. Das habe letztlich auch dazu beigetragen, so Marcus Gerschler von der Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz, "dass der geschädigte 16-Jährige nach jetzigem Stand den Angriff überlebte". Der 18-jährige Tatverdächtige sei im Zuge sofortiger Fahndungsmaßnahmen festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, so der Sachbearbeiter weiter: "Dieser erließ Haftbefehl." Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags dauerten noch an.

Wie Polizeisprecher Andrzej Rydzik in einer Pressemitteilung am Dienstag präzisierte, hatten mehrere Zeugen gegen 16.50 Uhr am Montag in der Petersstraße eine Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen beobachtet, die von einem Moment auf den anderen eskaliert sei. "Einer der beiden zog plötzlich ein Messer und stach damit auf sein Gegenüber ein", so Rydzik.

Anschließend habe der Täter die Tatwaffe fallen lassen und sei in Richtung Albertpark davongerannt. Ersthelfer und alarmierte Rettungskräfte hätten sich umgehend um das 16-jährige Opfer gekümmert, das bei dem Angriff schwer verletzt wurde. Der Jugendliche sei schließlich in ein Krankenhaus gebracht worden, so der Sprecher: "Parallel dazu wurde durch mehrere Polizeibeamte die Tatortbereichsfahndung aufgenommen. Kurz vor 19 Uhr konnte der Tatverdächtige in einer Unterkunft in der Chemnitzer Straße gestellt und vorläufig festgenommen werden."

Der Grund für die Auseinandersetzung ist bislang nicht bekannt. Das Opfer und der Angreifer sind laut Polizei irakische Staatsbürger.

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