"Mineralienhöfe" sollen Wohlfühlcharakter erhalten

Aus alt mach neu: Die SWG lässt ein völlig neues Wohnquartier entstehen. Anlocken soll es Senioren, Familien und Studenten.

Freiberg.

Beim Projekt "Mineralienhöfe" geht es zügig voran, wie Tom-Hendrik Runge, Vorstand der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg (SWG), zufrieden verkündet. Der sechsgeschossige Wohnblock an der Arthur-Schulz-Straße 9 bis 17 im Stadtteil Friedeburg wird quasi umgekrempelt. Am Mittwoch wurde der Fortschritt mit einem kleinen Handwerkerfest gefeiert - um den Gewerken Danke zu sagen, aber auch um die Planungen interessierten Gästen vorzustellen.

Das Innere des Hauses wird fast vollständig verändert. "Kein Grundriss bleibt wie er war", so Runge. "Es entstehen gänzlich neue Zuschnitte, wie es sie so in Friedeburg nicht gibt." Aus ehemals 60 Wohneinheiten werden am Ende 52 Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen. "Jede einzelne wird komplett barrierefrei zugänglich sein", so der Vorstand. Dazu habe man eines der Treppenhäuser herausgenommen, um einen Fahrstuhl einzubauen, der groß genug ist, um Rollstühlen und Kinderwagen Platz zu bieten. Denn, und darauf weist Runge besonders hin, man wolle ein breites Angebot schaffen, nicht nur für Senioren. "Der Idealfall wäre, wenn sich ältere Menschen, Familien und Studenten unter einem Dach finden", meint auch Anke Streicher, bei der SWG für die Neuvermietung zuständig.

Bei dem einen Haus soll es nicht bleiben. Ziel ist es, ein völlig neues Wohnquartier entstehen zu lassen, das durch die Außenanlagen ein wenig vom Umfeld abgegrenzt ist. Man arbeite derzeit am Haus "Topas". Gleich nebenan wird ein zweites Gebäude leergezogen, das ab Mai 2019 saniert werden soll und den Namen "Türkis" erhält. Zusammen ergeben sie die "Mineralienhöfe", zu denen sich, nach jetzigen Vorstellungen, noch zwei weitere Häuser gesellen sollen. "Vor allem die Außenanlagen werden so gestaltet, dass ein Hofcharakter mit Wohlfühlatmosphäre entsteht", erklärt Runge. Fahrradplätze sind geplant, ebenso soll eine Packstation installiert werden. Jede Wohnung bekommt einen Balkon und in den Hausflur kommt eine elektronische Haustafel, die online ist und auf der aktuelle Informationen zu lesen sind. "Möglich wäre es, auch den Busfahrplan einzuspielen", überlegt Tom-Hendrik Runge.

Seit 2016 laufen die Planungen für das Projekt. Eine zweijährige Bestandsaufnahme ging dem voran. Alle Häuser wurden technisch untersucht, Mängel aufgelistet und die Mieter befragt. Die Arbeiten sollen im Mai 2019 abgeschlossen sein, im Juni der Bezug beginnen.

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