Mit Akkus am Schuh der Kälte trotzen

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Für die Fernsehreihe "Unterwegs in Sachsen" wird in Rechenberg-Bienenmühle gedreht. Eine zeitweise eisige Arbeit.

Rechenberg-Bienenmühle.

Beate Werner hat ein kleines Geheimnis. Die charmante Moderatorin der MDR-Fernsehreihe "Unterwegs in Sachsen" ist seit 1994 mit diesem Format auf Sendung, besucht dabei Regionen im Freistaat, und das zu den verschiedensten Jahreszeiten. Also auch dann, wenn es mal so richtig kalt ist - so wie jetzt. Und die Dreharbeiten für ihre 411. Folge der Serie führten sie und das sechsköpfige Filmteam in dieser Woche nach Rechenberg-Bienenmühle. Während die Crew rund um Aufnahmeleiter Frank Leichauer und Autorin Katrin Claußner schon seit Dienstag in der Gemeinde filmte, stieß die Moderatorin am Donnerstag dazu.

Die ersten Aufnahmen des Tages wurden im Ökobad Rechenberg absolviert. "Dort drehten wir die Verabschiedungssequenz", erzählt Katrin Claußner. "Und zwar in einem Strandkorb." Bei zweistelligen Minusgraden kommt so eine Prise Humor gerade recht. Nach kurzer Pause ging es dann zum Parkplatz nahe der Fischerbaude im Ortsteil Holzhau. Hier wiederum standen die Aufnahmen für den Anfang des Filmes an. Ein zerbrochener Ski hindert Beate Werner daran, durch die Gemeinde zu gleiten. Doch kommt gerade ein Pistenbully daher, welcher die Loipen spurt, und der nimmt sie mit. Am Steuer sitzt praktischerweise Michael Funke, der Bürgermeister von Rechenberg-Bienenmühle, mit dem sich die Moderatorin gleich mal unterhalten kann. Soweit der Plot, der leichtfüßig zu den jeweiligen Beiträgen führt.

Doch so schnell wie er erzählt ist, so schnell wird er nun mal nicht abgedreht. Und an dieser Stelle kommt wieder Beate Werners kleines Geheimnis ins Spiel. Denn bis Kameramann Sylvio Claußner mit allen Vorbereitungen zufrieden ist, vergeht einiges an Zeit. Bei der mittlerweile bitteren Kälte ist das kein Vergnügen. Gefragt, wie sie solchen Situationen begegnet, lüpft Beate Werner ganz kurz den Saum ihrer Winterhose an und zeigt einen Akku, an dem ein kleines rotes Licht leuchtet. "Damit heize ich meine Wärmesohlen", zwinkert sie fröhlich. Souverän meisterte übrigens Bürgermeister Michael Funke seinen Auftritt. Dass er die Piste spurt ist keine Show. "Das machen wir als Gemeinde für unsere Einwohner, damit die sich an der frischen Luft bewegen können", sagt er.

Die neue Folge, die am 6. März ab 18.15 Uhr im MDR Fernsehen ausgestrahlt wird, führt unter anderem zu den sogenannten Achttausendern, der Steinkuppe etwa mit ihren 8006 Dezimetern Höhe. Doch wird außerdem den zwei Brauereien ein Besuch abgestattet. So dem Rumpelbräu in Holzhau. "Hier schauen wir uns den Brauprozess an", verrät Werner. "Und in der Rechenberger Brauerei gehen wir ins Museum." An das Bier hat die Moderatorin allerbeste Erinnerungen, denn bereits 2009 war sie mit ihrer Sendung dort zu Gast. "Ich trinke das ja eigentlich weniger", gibt sie zu. "Aber dieses hat richtig gut geschmeckt." Ansonsten entsinnt sie sich noch besonders daran, dass eine Aufnahme an der Flaschenwaschanlage damals einfach nicht gelingen wollte. Mal war es das Licht, das nicht stimmte, dann wieder störende Nebengeräusche - alles, was schief gehen konnte, ging auch schief, bestätigt Frank Leichauer. Szenen aus der seinerzeit im Sommer entstandenen Folge, so Katrin Claußner, werden in den neuen Beitrag eingebaut. Diesmal ging alles, abgesehen von der Kälte, glatt. Und die Zuschauer können sich auf eine unterhaltsame und informative neue Folge von "Unterwegs in Sachsen" freuen.

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