Mittelsachsen: Arbeitslosigkeit im April gestiegen

Kurzarbeit verhindert signifikanten Anstieg

Freiberg.

Die Zahl der Arbeitslosen in Mittelsachsen ist im April nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise gestiegen. 628 Personen mehr als noch im Vormonat hatten laut Agentur für Arbeit Freiberg in diesem Monat in Mittelsachsen keinen Job. Insgesamt sind nun 8365 Menschen ohne Arbeit (Vormonat: 7737), die Arbeitslosenquote steigt um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Im Vergleich zum April 2019 gibt es 708 Arbeitslose mehr.

Die steigende Arbeitslosigkeit betrifft alle Regionen.  In Hainichen stieg sie laut Agentur für Arbeit um 10,4 Prozent, in Rochlitz um 9,2 Prozent, in Döbeln um 8,4 Prozent, in Flöha um 6,7 und in Freiberg um 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote in Hainichen (+0,7 Prozent/ 186 Personen mehr) und Döbeln (+0,7 Prozent/ 197 Personen mehr) besonders gestiegen, betroffen sind aber alle Regionen.

Lediglich 235 neue Stellen wurde der Agentur für Arbeit im April gemeldet, im März waren es noch 393 - ein Minus von 62,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es sogar 71,8 Prozent beziehungsweise 599 Stellen weniger. Insgesamt gibt es momentan 2270 Stellen.

Insgesamt habe sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Coronakrise zwar eingetrübt, es gebe aber keinen signifikanten Anstieg an Arbeitslosigkeit, aufgrund der Pandemie so Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg. Grund dafür sei, dass viele Unternehmen Kurzarbeit beantragt haben und so die Mitarbeiter behalten. (lasc)

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