Mittelsachsen bereitet sich auf Schweinepest vor

Freiberg.

Der Landkreis Mittelsachsen wappnet sich für den Fall der Fälle. Landrat Matthias Damm (CDU) will beim Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) zwar keine Panik schüren. "Aber wir möchten  die Leute vorab sensibilisieren", so Damm bei einem Pressegespräch am Montag. In Deutschland sei noch kein einziger Fall der für Schweine tödlichen Virusinfektion bekannt geworden. "Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich", sagt Anke Kunze vom Lebensmittel-und Veterinäramt Mittelsachen. "Aber für die hiesigen Schweinehalter und fleischverarbeitenden Betriebe kann ein solcher Ausbruch enorme Auswirkungen mit wirtschaftlichen Konsequenzen haben." 

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es laut Landratsamt 700 Schweinehalter mit rund 130.000 Tieren. "Wir gehören in Sachsen zu den Landkreisen mit den meisten Tierbeständen", erklärte Kunze.


Um einem möglichen Ausbruch oder einer Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zuvorzukommen, hat der Landkreis etwa Kühlanlagen, flüssigkeitsdichte Kadaversäcke oder spezielle Wannen zur Bergung toter Wildschweine im Wald angeschafft. Schwarzwild gilt als Überträger der Virusinfektion. 

In Kürze sollen zudem die Servicezeiten des Lebensmittelüberwachungs-und Veterinäramtes erweitert werden, damit Proben nicht nur in Mittweida, sondern auch in Döbeln und Freiberg täglich abgegeben werden können. "Die Jäger sind angehalten, Organ und-Blutproben von Wildschweinen zu nehmen, damit wir bei einem Ausbruch möglichst schnell reagieren können", erklärt Anke Kunze am Montag. Bei tot aufgefundenen oder verhaltensauffälligen Tieren gilt sogar eine Anzeigepflicht. 

Fälle der Schweinepest traten bislang unter anderem bereits in Polen, Tschechien, Rumänien oder Belgien auf. (akli)              
 

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