Mulda will in Leader-Region bleiben

Das EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes ist aus- gelaufen. Nun sind Absichtserklärungen gefragt.

Mulda.

Der Leader-Fördertopf ist geschlossen. Ende 2020 ist das Programm der Europäischen Union, mit dem die Entwicklung des ländlichen Raumes vorangetrieben worden ist, ausgelaufen. Die Gemeinden werden nun abgefragt, ob sie sich auch künftig in die Leader-Region "Silbernes Erzgebirge" einbringen werden. Einen entsprechenden Beschluss legte die Muldaer Gemeindeverwaltung zur Sitzung am Montagabend ihren Räten zur Abstimmung vor.

Die Gemeinde Mulda ist eine von insgesamt 27 Kommunen, die seit Beginn der Förderperiode über das Leader-Programm im Jahr 2014 zusammen die Leader-Region "Silbernes Erzgebirge" bilden. Diese umfasst die Altkreise Freiberg und Dippoldiswalde. "Diese Zusammenarbeit kann man nur als sehr gut bezeichnen", betonte Muldas Bürgermeister Reiner Stiehl (Freie Wähler Mittelsachsen) vor den Gemeinderäten. Trotz Auslaufen des Programmes sei eine neue Förderperiode in Vorbereitung. "Im abgelaufenen Jahr gab es noch Bewilligungen für 2021", informierte Stiehl. "Dann ist jedoch Schluss mit diesem Fördertopf."

Er könne nur dazu raten, in der Leader-Region zu verbleiben, meinte Stiehl, denn für Mulda habe sich diese Mitarbeit als eine sinnvolle Sache erwiesen. Allein 14 Projekte seien über das Programm in den vergangenen Jahren gefördert worden. Von einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro sei ein Anteil von circa 1 Million Euro allein auf Fördermittel aus diesem Topf gefallen.

Kommune, Gewerbe, Vereine, die Kirche, aber auch Privatinitiativen aus der Gemeinde hätten davon profitiert. Höchstwahrscheinlich sei allerdings, dass künftig Straßenbauprojekte, eines der Hauptanliegen der Kommune, nicht mehr in dem Maße gefördert werden sollen, wie bisher, sagte Reiner Stiehl.

Die Gemeinderäte schlossen sich dem Vorschlag zum Verbleib in der Leader-Region einstimmig an.

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