Muldaer Gewerbetreibende kritisieren löchrige Hauptstraße

Ein Ausbau ist auch 2019 nicht geplant. Wenigstens soll die Straße vom Landratsamt geflickt werden. Doch ein Termin steht noch nicht fest.

Mulda.

Wenn Gottfried Schumann vom Zustand der Muldaer Hauptstraße spricht, findet der Chef des örtlichen Gewerbevereins deutliche Worte. "Das ist eine Sauerei, wie sie im Buche steht", sagt er. Bis zu 15 Zentimeter tiefe Schlaglöcher klaffen auf der Ortsdurchfahrt. Besonders marode ist der Abschnitt zwischen Elektroanlagenbau Klüber und Tankstelle. "Der Zustand spottet jeder Beschreibung", so Mühlenbauer Schumann. Im rund 20Mitglieder zählenden Gewerbeverein sei die löchrige Hauptstraße Thema. "Seit Jahren fordern wir nun schon den grundhaften Ausbau der Straße. Aber es tut sich nichts", so Schumann. Auch Bürgermeister Reiner Stiehl (Freie Wähler) kritisierte wiederholt den Zustand der Straße.

Die Hauptstraße ist eine Staatsstraße, für die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den Hut auf hat. Laut Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert ist für die Staatsstraße 209 auch in diesem Jahr keine Instandsetzung vorgesehen. "Im Rahmen der betrieblichen Unterhaltung werden durch den Landkreis Mittelsachsen Flickungen durchgeführt", teilt die Sprecherin mit.


Indes steht bisher nicht fest, wann die Flickarbeiten an der Hauptstraße beginnen. "Wir können noch nicht sagen, wann die dauerhafte und langlebige Schadensbeseitigung beginnt. Dies ist von der Witterung abhängig - wir brauchen dauerhafte Plusgrade, damit der heiße Asphalt hält", erläutert Kreissprecher André Kaiser. Daher könne seine Behörde noch keine verbindliche Aussage zu dem Abschnitt in Mulda treffen. "Die zuständige Meisterei in Brand-Erbisdorf flickt noch nicht mit Heißmischgut. Es wird versucht, an verschiedenen Stellen mit Kaltasphalt die Löcher notdürftig zu verfüllen", so Kaiser gestern.

Übrigens sind mehrere Asphaltmischwerke noch geschlossen, sodass oft kein Heißmischgut zur Verfügung steht. Laut Bernd Hinrichs, dem Leiter Öffentlichkeitsarbeit des bundesweiten Asphaltverbandes, werden momentan viele Asphaltwerke gewartet. "Aber nicht die ganze Branche ist lahmgelegt. Einige Werke arbeiten schon", so Hinrichs. Allerdings sei es die Frage, ob es sich rechnet, längere Wegstrecken in Kauf zu nehmen. Denn im März würden die Asphaltwerke ohnehin durchstarten. Die Außentemperatur ist Hinrich zufolge für die Asphaltherstellung unerheblich. "Aber für den Asphalteinbau müssen es mindestens 8 Grad sein", so der Vertreter des Asphaltverbandes. Die Muldaer brauchen also noch etwas Geduld.

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