Nach 25 Jahren aufs Altenteil

Die Brander Feuerwehr erhält ein neues Auto. Der Stadtrat stimmt dem Vorhaben zu. Obwohl eigentlich eine andere Wehr dran gewesen wäre.

Brand-Erbisdorf.

Die Feuerwehr des Stadtteils Brand-Erbisdorf erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug. Der Stadtrat hat in dieser Woche dazu zwei Beschlüsse gefasst. Der feuerwehrtechnische Aufbau sowie die Beladung des Autos werden von der Firma Rosenbauer in Luckenwalde geliefert. Für das Fahrgestell hat die Verwaltung, so erklärte Oberbürgermeister Martin Antonow (parteilos), kein gültiges Angebot erhalten. Ein Bieter habe sich im Laufe des Verfahrens zurückgezogen. Deshalb werde die Stadt nun ihrerseits Verhandlungen dafür aufnehmen. Für das neue Fahrzeug sind demnach etwa 450.000 Euro veranschlagt, die Fördermittel betragen etwa 153.000 Euro. Das Auto soll im November nächsten Jahres geliefert werden.

Notwendig werde die Neuanschaffung, so der OB, weil das 25 Jahre alte Löschfahrzeug der Brander Stadtteilwehr "irreparable Schäden aufweist". Diese seien im Herbst 2015 festgestellt worden. So würden mehr als 100.000 Euro an Reparaturkosten nötig, weil das Auto strukturelle Schäden im Aufbau habe, hieß es dazu bereits zu Beginn des Jahres.

Die Verwaltung plädiert deshalb dafür, das Brand-Erbisdorfer Feuerwehrfahrzeug zu ersetzen und den Brandschutzbedarfsplan der Stadt anzupassen. Das sorgte in anderen Stadtteilwehren zunächst für Diskussionen. Denn laut Bedarfsplan war eigentlich ein neues Fahrzeug für die Gränitzer Wehr vorgesehen gewesen. Deren Löschfahrzeug stamme aus dem Jahr 1984. Die Gränitzer Stadtteilwehr halte ein kleineres und modernes Fahrzeug für angebracht wegen ihrer geringen Einsatzstärke. So seien die Gränitzer nur sechs aktive Mitglieder, die Einsatzfähigkeit tagsüber sei kaum gewährleistet, hieß es ebenfalls zu Beginn des Jahres. Die Feuerwehr des Stadtteils Brand-Erbisdorf hingegen stehe im Einsatzfall mit durchschnittlich 15 Kräften bereit, wie die Statistik von 2015 zeigte. Die Wehren im Stadtgebiet fahren demnach jährlich etwa 80 Einsätze, zwei Drittel davon kommen auf Brand-Erbisdorf, hatte die Verwaltung erklärt.

Der Stadtrat stimmte diese Woche zu, den Brandschutzbedarfsplan der Stadt fortzuschreiben. So erhält nun zunächst die Brander Wehr ein Fahrzeug, das Auto für die Gränitzer Stadtteilwehr wird auf 2017/18 verschoben.

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