Nach Hausbrand: Welle der Hilfsbereitschaft

Aus ungeklärter Ursache war es in einem Haus in Brand-Erbisdorf zu einem Feuer gekommen. Ein Teil des Gebäudes muss nun abgerissen werden. Derweilen sucht man nach Lösungen für die 21 evakuierten Bewohner.

Brand-Erbisdorf.

Nach dem verheerenden Brand  zweier zusammenhängender Häuser in Brand-Erbisdorf ist noch am Dienstagmorgen ist eine Hilfswelle für die vom Brand betroffenen Bewohner der beiden Häuser angelaufen. Insgesamt 21 Bewohner - vier Familien und alleinstehende Personen - haben ihr Hab und Gut verloren. Darunter sind zehn Kinder zwischen Kleinkind- und Schulalter. Die unter Schock stehenden Hausbewohner erhielten noch in der Nacht schnelle Hilfe, sie kommen bei Verwandten unter oder bekommen vorerst kostenfrei Wohnraum über die Wohnungsgenossenschaft, wie Vorstand Silvio Rost sagte. "Für uns ist solch eine unkomplizierte Hilfe selbstverständlich", fügte er an. In der Stadtverwaltung Brand-Erbisdorf koordinierte Oberbürgermeister Martin Antonow am Mittag weitere Hilfseinsätze während einer Krisensitzung mit Verantwortlichen verschiedener Bereiche. Über die Website der Stadt ist bereits ein Spendenkonto veröffentlicht, hier können Spenden für die Brandopfer eingezahlt werden. "Jeder, der die Betroffenen finanziell unterstützen möchte, kann dies tun. Die Gelder werden unmittelbar und vollständig an die Personen weitergeleitet", erklärte der Oberbürgermeister.

Aus zunächst ungeklärter Ursache hatte am Montagabend gegen 22.30 Uhr ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus Feuer gefangen, wie es von der Polizei hieß. Vom Dachstuhl griffen die Flammen - auch wegen des starken Windes - auf ein Nachbarhaus über, beide Dachstühle brannten vollständig aus. Der böige Wind fachte die Flammen immer wieder an. Eine 58-Jährige wurde verletzt. Die Frau kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus, wurde mittlerweile aber wieder entlassen.

Die Feuerwehr evakuierte die Häuser. 21 Bewohner mussten bei Bekannten unterkommen, beide Gebäude waren zunächst unbewohnbar. Die Bundesstraße 101 wurde voll gesperrt, am Mittwochvormittag soll zumindest eine Spur wieder geöffnet und der Verkehr durch eine Ampel geregelt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war zunächst unklar. Im Einsatz waren insgesamt 61 Feuerwehrleute aus Brand-Erbisdorf, St. Michaelis, Linda, Langenau sowie Freiberg und Oederan.

Nachdem das Feuer gelöscht wurde, suchten am Vormittag die Kameraden der Feuerwehren nach versteckten Glutnestern. Gegen Mittag zogen sie langsam wieder ab, ebenso die Brandursachenermittler. Laut Polizei geht man von einer technischen Brandursache aus.

Nachdem die Brandermittler sowie Feuerwehr am Mittag nach einer letzten Brandkontrolle abgezogen waren, sollte eine Firma mit dem Teilabriss der zwei Häuser beginnen. Ein Statiker hatte am Dienstagmorgen die Situation vor Ort begutachtet und diesen Teilabriss angeordnet.

(mit dpa)

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