Nach monatelangem Homeschooling: Abiturienten fordern faires Abitur in Sachsen

Mehr als 6200 Bürger beteiligten sich bislang an der Petition, die zwei Schülerinnen aus Mittelsachsen initiierten. Die Zeit drängt.

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99 Kommentare
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  • 5
    0
    Steuerzahler
    08.01.2021

    @MuellerF: „ Man hat als Arbeitnehmer Möglichkeiten, sich gegen so was zu wehren.“
    Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht! Allerdings muss er dann auch damit klarkommen, dass sein Arbeitsplatz schnellstmöglich wegfällt. Eine rechtskräftige Begründung wird sich finden.

  • 6
    6
    MuellerF
    08.01.2021

    " Wenn in den Betrieben aus irgendeinen Grund Mehrarbeit anfällt, dann fragt das akademische sesselsitzende Personal nie und nimmer danach wie das zu schaffen ist, dass muss geschafft werden und fertig. "

    Man hat als Arbeitnehmer Möglichkeiten, sich gegen so was zu wehren.
    Es gibt Arbeitsverträge & Arbeitsrecht. Wenn das verletzt wird, muss der AN rechtmäßig gar nichts.

    Parallel dazu haben die Schüler ein Recht auf ausreichenden Unterricht vor der (Abi-)Prüfung. Das war dieses Jahr für viele nicht gegeben.

  • 13
    2
    BuboBubo
    08.01.2021

    Vielleicht ist diese (Bildungs)krise auch eine Gelegenheit, von der zunehmend formalisierten Einschätzung persönlicher Fähigkeiten wieder etwas Abstand zu gewinnen (Beispiel: Numerus Clausus) und die "weichen" Faktoren mehr zu berücksichtigen. Ein Absolvent mit mäßigem Notendurchschnitt, aber großem Einsatzwillen, enormer Lernbereitschaft und hoher sozialer Kompetenz wird seinen Weg gehen - der künftige Arbeitgeber muss dieses Potential nur erkennen. Welcher MINT-Absolvent hatte nicht gelernt, ein System von Integralgleichungen trickreich zu lösen? Wann aber hat er das im Beruf jemals wieder gebraucht? Wenn sich ein Schüler durch die beiden Corona-Jahre achtbar durchgekämpft hat, sollte ihm das auch Anerkennung auf dem weiteren Weg bescheren. Ein guter Personalchef sieht sowas. Deswegen: Kopf hoch, Ärmel hoch! Es gab Generationen, die hatten es noch schwerer - und sie haben trotzdem Herausragendes geleistet.

  • 14
    1
    Gegs
    08.01.2021

    Ich denke nicht, dass es um die Berufsaussichten geht. Diese waren auch für gute Mittelschüler, jedenfalls bis zur Pandemie, knackig. Ich denke, dass Problem ist eher, dass es an Mittelschulen mehr Probleme mit Gewalt, Drogen und einen höheren Anteil von Kindern, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen, gibt. Dann lieber irgendwie Gymnasium. Damit kommt es leider zur zunehmenden Gettoisierung der Mittelschule.

    Wenn man bedenkt, wie viel Abiturstoff man wirklich im Leben braucht und das eine schlechte Abiturnote zumindest in numerus clausus Fächern das „Aus“ sein kann, dann ist ein faires (nicht hinterher geschmissenes) Abitur schon wünschenswert.

  • 20
    7
    ralf66
    08.01.2021

    Schön das die angehenden Befehlsausgeber für sich jetzt schon Sonderregelungen beanspruchen. Wenn in den Betrieben aus irgendeinen Grund Mehrarbeit anfällt, dann fragt das akademische sesselsitzende Personal nie und nimmer danach wie das zu schaffen ist, dass muss geschafft werden und fertig.

  • 13
    1
    nordlicht
    08.01.2021

    Da muß ich "Deluxe" zustimmen, dass heutzutage viele Abitur machen, obwohl sie dann schlecht abschneiden. In laufe der letzten Jahre sind das immer mehr geworden.
    Wahrscheinlich denken viele, wenn ich Abi mache, dann habe ich bessere Chancen auf einen Job. Das stimmt zwar, früher hieß es so, aber die Auswahl bei Auszubildenden die gesucht werden, fällt dann meistens auf diejenigen, die einen akzeptablen Notendurchschnitt vorweisen können. Und beim Studium wird es nicht viel anders ablaufen.

  • 51
    6
    Deluxe
    08.01.2021

    Spätestens auf dem Arbeitsmarkt ist von "fairen Bedingungen" später keine Rede mehr. Da fragt kein Mensch, ob es der Mitarbeiter packt - gerade die Mehrfachbelastungen in dieser Zeit, bestehend aus Vollzeitjob, Kinderbetreuung, Ausgangsbeschränkungen usw. interessieren niemanden.

    Insofern ist eine weitere Aufweichung des Abiturs, das in den letzten Jahren sowieso schon Federn lassen mußte, keine gute Idee.

    Heutzutage machen zuviele Leute Abitur und damit leider auch zuviele mittelmäßige Schüler, für die das Abitur eigentlich der falsche Schulabschluß ist.

  • 34
    3
    ChWtr
    08.01.2021

    Es ist schwierig, Biene.

    Auf der einen Seite kann man zu Recht Leistung erwarten (verlangen), auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch die Schwierigkeiten, die die Schüler der diesjährigen Abschlussklassen zu meistern haben.

    Möglicherweise wird der Abschluss sogar noch etwas schwieriger als in 2020. Und trotzdem, aller Widrigkeiten zum Trotz - mein Jüngster macht in diesem Jahr auch sein Abitur - muss mit Eigenengagement und Unterstützung der Kursleiter DIESE PRÜFUNG(en) gemeistert werden.

    Sorry, da gibt es kein lamentieren oder "petitieren" (...) - ich sehe das eher mit meinem Sohn pragmatisch.

    Andere Berufszweige müssen auch RAUS und stehen ihre Frau / Mann.

  • 32
    2
    Biene62
    08.01.2021

    Hoffentlich gibt es die fairen Bedingungen fürs Abitur auch für die Schüler der Berufsgymnasien