Netzausbau soll 2020 in Halsbrücke beginnen

Gemeinderat ermächtigt Bürgermeister zu Vertrag mit Telekom Deutschland

Halsbrücke.

Reichlich 4,4 Millionen Euro soll die Deutsche Telekom als Investitionskostenzuschuss für den Breitbandausbau in der Gemeinde Halsbrücke erhalten. Das sieht der Zuwendungsvertrag vor, den der Gemeinderat von Halsbrücke am Donnerstagabend einstimmig gebilligt hat. Das Papier, zu dessen Unterzeichnung Bürgermeister Andreas Beger (CDU) ermächtigt wurde, sieht vor, dass die Tiefbauarbeiten im August 2020 beginnen. Für das erste Ausbaugebiet sind dabei 21.750 Meter Gräben zu ziehen. Das andere Ausbaucluster, das ab September 2020 angegangen werden soll, umfasst 14.500 Meter Tiefbau. Wie Bürgermeister Beger erläuterte, sollen Glasfaserkabel bis in die Häuser gezogen werden: "Der Vertrag verpflichtet zu einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 300 Megabit pro Sekunde."

Die Einrichtung der Technik und Inbetriebnahme ist laut Plan im ersten Teilgebiet ab August 2021 und im zweiten Teilgebiet dann ab August 2022 vorgesehen. Die Telekom werde zuvor aber auf die Bürger zugehen; die Gemeinde plane parallel dazu auch eine zentrale Informationsveranstaltung. Bei den bisherigen Überlegungen sei davon ausgegangen worden, dass die Bürger der Gemeinde das durch den Netzausbau erweiterte Angebot auch nutzen, so Beger: "Die Telekom kalkuliert mit 27 bis 28 Euro pro Anschluss." Trotzdem ließen sich nicht alle Kosten für das neue Breitbandnetz decken - der Millionenzuschuss soll die Wirtschaftlichkeitslücke schließen. Das Geld dafür kommt zu 90 Prozent von Freistaat und Bund, 10 Prozent muss die Gemeinde selbst tragen. Der Eigenanteil von rund 440.000 Euro sei in der Haushaltsplanung verankert, sagte der Rathauschef: "Auch wenn der Freistaat dafür einen Ausgleich schaffen will."


Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte in seiner Regierungserklärung am 31. Januar 2018 ein Programm zum Breitbandausbau angekündigt, "das Gemeinden finanziell maximal hilft, damit die Investitionen schnell und zu 100 Prozent gestemmt werden können." Die Förderfähigkeit der Vereinbarung zwischen der Gemeinde Halsbrücke und der Telekom soll nun noch eingehend geprüft werden. Das Vertragsangebot der Telekom gilt bis 30. Juni dieses Jahres.

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