Neubeginn in der Villa Marie

Nach der Insolvenz des Restaurants fand in Dresden die Gläubigerversammlung statt. Es gibt gute Nachrichten.

Dresden.

Auf diesen Tag fieberten Mitarbeiter, Inhaber und auch die Gäste seit Wochen gespannt hin. Wie geht es weiter mit der Villa Marie? Am Donnerstagvormittag fand die Gläubigerversammlung nach der Insolvenz statt. Am frühen Nachmittag dann die erlösende Nachricht: Es geht wie gehabt weiter in dem Traditionslokal am Schillerplatz.

"Die Gläubigerversammlung hat einer Übertragung des Geschäftsbetriebes auf eine von Sebastian Roelke geführten Gesellschaft zugestimmt", so Insolvenzverwalter Thomas Beck. Damit bleiben die Restaurants Villa Marie und La Villetta nebst Cateringservice mit seinen Mitarbeitern erhalten. Unmittelbar nach der Gläubigerversammlung wurden sogar Arbeitsverträge von zwei weiteren Neueinstellungen unterzeichnet.

"Ich bin froh, dass alles so gut und in der Kürze der Zeit geklappt hat. Das Team um Herrn Roelke ist sehr gut motiviert und schaut aus gutem Grund optimistisch in die Zukunft", so Beck. Alle Beteiligten hätten hinter den Kulissen gut und konstruktiv mitgewirkt, insbesondere die Mitarbeiter, Lieferanten, Vermieter und natürlich die Gäste, die dem Unternehmen die Treue hielten. Ende des Monats soll es weitere Informationen geben.

Nach der Insolvenzbekanntmachung im Mai wurde das Insolvenzverfahren der Villa Marie Gastronomiebetriebs GmbH am 29. Juni eröffnet. "Zur Höhe der Verbindlichkeiten und zur Zahl der Gläubiger wollen wir zu diesem Zeitpunkt nichts sagen", so Beck damals. Die Verbindlichkeiten sind aber überschaubar. Im Kern sei die Villa Marie Gastronomiebetriebs GmbH gesund, sagte der Verwalter im Juni. Auch an Besuchern habe es in beiden Läden nicht gemangelt.

Der letzte Geschäftsbericht der Villa Marie Gastronomiebetriebs GmbH weist laut SZ-Recherche 2016 einen Bilanzverlust von knapp 175.000 Euro aus, im Jahr zuvor waren es knapp 43.000 Euro.

Nach Gesprächen mit allen Lieferanten habe keiner die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beendet. Auch die Mitarbeiter sind noch da. Nahezu 40 Männer und Frauen arbeiten in der Villa Marie am Schillerplatz und im La Villetta, manche davon schon seit über 20 Jahren. Der Grund für die Insolvenz im Mai sei eine ausgefallene Rückzahlung aus dem italienischen Restaurant Piazza Nova. (mit sz/awe)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...