Neue Hoffnung für Sumpfmühle

Das Hetzdorfer Hotel ist provisorisch wieder in Betrieb. Der Investor hat große Pläne mit dem Objekt am Freibad.

Hetzdorf.

Der Halsbrücker Gemeinderat hat den Weg freigemacht für den Umbau des Hotels "Sumpfmühle" im Ortsteil Hetzdorf. Die Räte billigten einstimmig den Tausch mehrerer Flurstücksteile rings um das Objekt, das sich unmittelbar neben dem Freibad des Ortes befindet.

Dem Beschluss zufolge verkauft die Gemeinde insgesamt reichlich 360 Quadratmeter an die Lano Management GmbH. Die Firma mit Sitz im thüringischen Bad Liebenstein hatte die "Sumpfmühle" eigenen Angaben zufolge 2018 übernommen. Im Gegenzug erwirbt Halsbrücke nahezu ebenso viel Fläche von der Management GmbH.


Wie Bürgermeister Andreas Beger (CDU) erläuterte, werden damit Dinge in Ordnung gebracht, die zum Teil noch aus der Zeit vor 1990 herrührten. So seien zum Beispiel Flurgrenzen zum Teil überbaut worden. Zudem seien im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau der "Sumpfmühle" baurechtliche Auflagen wie etwa zur Erschließung und zu Abstandsflächen zu erwarten.

Wie Lano-Geschäftsführer Dietmar Nichterlein erläuterte, sei das Ende April 2018 geschlossene Hotel provisorisch wieder in Betrieb gegangen. "Die Gaststätte wird auf absehbare Zeit nicht wieder geöffnet werden", schränkte der Investor zugleich ein. Die Herberge werde als Hotel garni mit kleiner Küche geführt. Das Catering, etwa bei Familienfeiern oder Veranstaltungen von Firmen, werde von der "Essbar" in Freiberg übernommen, die auch den Kiosk am Freibad betreibe.

Nichterlein kündigte zudem eine Erweiterung des sogenannten Pensionsgebäudes an. Der vergleichsweise schmucklose Zweckbau auf der gegenüberliegenden Seite des Sumpfmühlenweges soll rechts und links verbreitert und um eine Etage aufgestockt werden.

Im Internet bietet das Landhotel "23 modern und mit gutem Komfort ausgestattete Doppelzimmer" an. Im Haus befänden sich zudem fünf Suiten mit Wohn- und Schlafraum, in denen vier bis sechs Personen übernachten könnten. Das Frühstück werde in einem neugestalteten Raum im Souterrain serviert: "Sie können also in Hausschuhen zum Frühstück gehen." Darüber hinaus verfüge das Haus über einen Wellnessbereich mit Hallenbad, Sauna und Dampfbad.

Die Sumpfmühle war 1968 vom früheren Volkseigenen Betrieb (VEB) Narva Brand-Erbisdorf erworben und zu einem Kultur- und Bildungszentrum mit öffentlicher Gaststätte umgebaut worden. Nach 1990 hatte eine Familie das Haus übernommen und einen Hotelneubau errichtet; 2018 musste Insolvenz angemeldet werden.

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