Neuer Knappe für Sammler

Der Hüttenknappschaftsälteste wird die Repräsentationsfigur für 2021. In groß aus Holz ist er schon fertig. Aber auch in klein ist er nächstes Jahr zu haben.

Freiberg.

Stolz steht die Figur in der Knappschaftsstube der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft. Etwa 30 Zentimeter hoch und aus bestem Holz geschnitzt stellt sie unverkennbar einen Hüttenknappschaftsältesten dar. "Gefertigt hat diese Figur der Holzkünstler Friedhelm Schelter aus Königswalde", erzählt Heiko Götze, Vorsitzender der Freiberger Knappen. "Der Hüttenknappschaftsälteste ist die Figur des Jahres 2021 und wird auch für den nächsten Sammel-Pin der Silberstadt verwendet." Mit dem Verkauf dieses Pins wird seit einigen Jahren regelmäßig ein Teil des Bergstadtfestes im Juni finanziert.

Mittlerweile ist die Figur aber auch zum Sammelobjekt geworden. Den Anfang machte 2017 der Zimmerling, ihm folgten der Knappschaftsälteste, der Schwefelhüttenarbeiter und der Bergmaurer, im kommende Jahr nun also der Hüttenknappschaftsälteste als Repräsentant der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft. Die Mitglieder der Knappschaft, die die entsprechende Uniform tragen, werden dadurch auch bei der hoffentlich wieder stattfindenden Bergparade zum Bergstadtfest dem Aufzug vorweg marschieren. Ob sie allerdings, wie die Bergmaurer es noch konnten, beim Neujahrsempfang nächstes Jahr das Spalier stellen werden, ist im Moment noch fraglich.

Die Idee, neben dem Pin auch eine große Figur in Holz herstellen zu lassen, wurde 2018 geboren. Im Jahr zuvor hatte Friedhelm Schelter bereits die Maria Magdalena geschaffen, eine lebensgroße Skulptur, die in der Knappschaftsstube unter Glas zu bestaunen ist. Es lag nahe, Schelter auch mit der Herstellung der kleineren Berg- und Hüttenleute zu beauftragen. Rund zwei Monate arbeitete er daran. Nun kann nach dem Schwefelhüttenarbeiter, der in einer Vitrine im Foyer der Saxonia-Freiberg-Stiftung zu sehen ist, und dem Bergmaurer, der in einem Schaufenster an der Kesselgasse steht, auch der Hüttenknappschaftsälteste seinen Platz finden.

Kurz vor dem ersten Lockdown habe noch das Berghauptquartal stattfinden können, bei der diesmal der Vorstand neu gewählt werden musste, blickt Heiko Götze auf 2020 zurück. Götze übernahm das Amt des Vorsitzenden von Knut Neumann, der 23 Jahre lang die Leitung innehatte. Das nächste Quartal, das traditionell am ersten März-Freitag stattfindet, werde wohl eher nicht wie gewohnt abgehalten werden können, so Götze. "Es gibt auch keinen Saal für die derzeit 419 Vereinsmitglieder", sagt er.

Die Vereins- und Vorstandsarbeit sei innerhalb des Möglichen fortgesetzt worden. Dank Fördermitteln habe der Hungerborn im Stadtwald zu einem Rastplatz mit Sitzbänken umgestaltet werden können. Zudem stellten die Mitglieder Abordnungen, die die Eröffnung der 4. Sächsischen Landesausstellung am Standort Reiche Zeche umrahmten, am Welterbetag im Juni auf der Alten Elisabeth aufmarschierten, zu einer Veranstaltung der Feierlichkeiten zum Jubiläum "30 Jahre Deutsche Einheit" nach Potsdam reisten und das Serenadenkonzert zur Landesausstellung begleiteten.

"Nicht vergessen werden darf der Bergmeisterpokal im Oktober", ergänzt Knappschaftsmitglied Uwe Nitschke. Für Mitglied Wolfram Thiemer war vor allem die Parade, die als Teil der Veranstaltungsreihe "Rock am Otto" Anfang September marschieren durfte, ein wichtiges Zeichen. Es war eines der wenigen Male, bei denen die regionale Tradition aufleben durfte, sagt er.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.