Neues Fahrzeug für Weigmannsdorf-Müdisdorf

Eigentlich wollte Lichtenberg einen Mannschaftstransportwagen kaufen. Nun wird es ein hochwertigerer Einsatz-leitwagen - und die Gemeinde spart dabei.

Lichtenberg.

Lichtenberg schafft einen neuen Einsatzleitwagen an. Das haben die Gemeinderäte einstimmig beschlossen.

Zunächst ging es bei den Beratungen um die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens, wie Bürgermeisterin Steffi Schädlich (Freie Wähler) sagte. Diese Variante war favorisiert worden, da man davon ausging, dass ein Einsatzleitwagen mit 165.000 Euro zu Buche schlagen würde. Doch die Kameraden aus Weigmannsdorf-Müdisdorf, für die das neue Fahrzeug gedacht ist, machten sich auf die Suche und entdeckten, dass voriges Jahr ein solches Fahrzeug von einer Firma für rund 98.000 Euro verkauft wurde.

Ortswehrleiter Uwe Meinhold setzte sich mit dem Hersteller in Verbindung und fragte nach. Inzwischen ist der Preis zwar auf etwa 110.000 Euro gestiegen, doch hätte die Gemeinde für einen Mannschaftstransportwagen bei einem Preis von etwa 80.000 Euro oder mehr lediglich 26.000 Euro Förderung erhalten. Für einen Einsatzleitwagen jedoch gibt es laut der Richtlinie Feuerwehrförderung 62.000 Euro dazu. "Wir rechnen also mit einem Eigenanteil von rund 40.000 Euro", so Schädlich. Insgesamt würde somit die Anschaffung des Einsatzleitwagens, immer davon ausgehend, dass die Förderung bewilligt wird, deutlich günstiger für die Gemeinde. "Es ist außerdem das wertvollere Fahrzeug", ergänzt Gemeindewehrleiter Daniel Schmieder.

Nötig wurde die Anschaffung, da der Mannschaftstransportwagen im Gerätehaus Müdisdorf wohl kürzlich zum letzten Mal die TÜV-Zulassung erhalten hat. Dabei handelt es sich um einen Sprinter, der im April 2009 bereits gebraucht aus Dresden kam, wo er seit März 2000 als Krankentransporter im Einsatz war. Die Kameraden aus Weigmannsdorf-Müdisdorf bauten ihn für die Zwecke der Feuerwehr um, doch nun ist seine Zeit trotz aller Pflege abgelaufen. Der neue Wagen komme nun der gesamten Gemeinde zugute, so Schmieder. Mit der dort enthaltenen Technik sei eine Koordinierung im Einsatzfall deutlich besser möglich. Außerdem könne zusätzliches Material besser transportiert werden. Steffi Schädlich geht von einer Lieferzeit von bis zu 13 Monaten aus.

Darüber hinaus beschlossen die Räte nach 18 Jahren eine neue Entschädigungssatzung für die ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Gemeindefeuerwehr mit einer Erhöhung der Beträge.

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