Nicht einmal vor Räuchermännchen machen Täter Halt

Einbrecher suchten das Reisezentrum im Bahnhof, ein Blutspendezentrum und die Saxonia-Stiftung heim. Die Polizei ermittelt.

Freiberg.

Nach den beiden Einbrüchen in ein Büro an der Freiberger Bahnhofstraße und einen Dönerimbiss am Platz der Oktoberopfer in der Zeit von Samstag bis Sonntagnachmittag ist die Polizei am Montag noch zu drei weiteren Einbrüchen gerufen worden. So hatten unbekannte Täter die Eingangstür des Saxonia-Gebäudes an der Chemnitzer Straße aufgebrochen.

Laut Polizei durchsuchten die Täter mehrere Schränke und Vitrinen und stahlen zwei Räuchermännchen. "In der Knappenstube hatte vorher eine Geburtstagsfeier stattgefunden. Vom Tisch haben sie eine große Tafel Schokolade geklaut, die Schnapsflaschen hingegen ließen sie stehen", so Knut Neumann, Vorstand der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft und 1.Vorsitzender der Saxonia-Freiberg-Stiftung, auf Anfrage der "Freien Presse". Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 4000 Euro - der Wert der Beute ist mit circa 35 Euro gering. Die beiden Räuchermännchen waren übrigens Teil einer Spende des Unternehmens Recycling und Umwelttechnik Muldenhütten. "Erst waren es 14 Räuchermännchen, jetzt haben wir nur noch 12", erklärte Neumann.

Darüber hinaus ist am Montag, 6.40 Uhr, der Einbruch in das Reisezentrum im Freiberger Bahnhof bekannt geworden. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei in Chemnitz. Die Täter drangen von der Bahnsteigseite aus in den Raum ein, indem sie die Fensterscheibe neben dem Fahrkartenautomaten aus dem Rahmen heraushebelten. Was die Einbrecher aus dem Raum, in dem Reisende beraten und ihnen Fahrkarten verkauft werden, gestohlen haben, konnte die Sprecherin am Montagnachmittag nicht sagen. Die Kriminaltechniker seien noch vor Ort. Das Reisezentrum war am Montag geschlossen, eine Mitarbeiterin saß darin mit Winterjacke bei offenem Fenster. Am Dienstag öffne das Reisezentrum wieder wie gewohnt, sagte sie.

Ferner ist in das "Haema"-Blutspendezentrum an der Bahnhofstraße eingebrochen worden, bestätigte am Montag ein Sprecher der Polizeidirektion. In der Nacht zum Sonntag hatten Einbrecher die Eingangstür aufgehebelt und vier weitere Türen im Inneren aufgebrochen. Anschließend durchsuchten sie Schränke. Ob etwas gestohlen wurde, war am Montagnachmittag noch Gegenstand der Ermittlungen. Das Blutspendezentrum hatte am Montag trotzdem geöffnet.

Der Dönerimbiss "Erbil", der Einbrechern in der Nacht zum Sonntag zum Opfer gefallen war, hatte am Montag ebenfalls wieder geöffnet. Der Inhaber hatte den Einbruch selbst entdeckt. (mit smc)


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