Oederaner macht gegen Windkraft mobil

Gerald Pistl hat den Film "End of Landschaft" ins Freiberger Kinopolis geholt. Zur Aufführung am 10. Oktober hat er auch Politiker eingeladen.

Freiberg/Oederan.

Gerald Pistl wird nicht müde, die Werbetrommel zu rühren. "Ich habe rund 40 Politiker und Entscheidungsträger aus der Region angerufen und eingeladen", berichtet der Oederaner. Zudem lägen an vielen Orten Plakate aus und im Oederaner Amtsblatt sei eine Information erschienen. Es geht um den Dokumentarfilm "End of Landschaft", der am 10. Oktober im Freiberger Kinopolis läuft.

Der 105 Minuten lange Streifen trägt den Untertitel "Wie Deutschland das Gesicht verliert" und dreht sich um die Windkraftnutzung. Nach Angaben des Filmverleihs hat Autor Jörg Rehmann über zwei Jahre lang mit Anwohnern, Naturschützern und anderen Persönlichkeiten über ihre Erfahrungen mit der Energiewende vor Ort gesprochen. Die Eindrücke seien verstörend.

Er habe sich persönlich bei den Kinobetreibern eingesetzt, dass der Film gezeigt wird, so Pistl: "Ich möchte, dass sich jeder selbst anhand von Fakten ein Bild über die sogenannte Energiewende machen kann. Für mich ist das Wahnsinn." Als Maschinenbauingenieur wisse er, dass sich physikalische Gesetze nicht mit ideologischen Argumenten aushebeln ließen. Das Thema sei brandaktuell, weil das Windenergiekonzept im Regionalplan Chemnitz vor dem Abschluss stehe.

Das Papier sei als Thema für die Verbandsversammlung am 17. Dezember dieses Jahres vorgesehen, bestätigte Jens Uhlig vom Regionalen Planungsverband Chemnitz gegenüber "Freie Presse". Vorstellbar sei aber, so der Windkraft-Experte weiter, dass es auch auf der öffentlichen Verbandsversammlung am 8. Oktober ab 9 Uhr in der "Alten Baumwolle" in Flöha eine Rolle spiele: "Es steht zwar nicht auf der Tagesordnung, könnte aber unter 'Sonstiges' zur Sprache kommen."

Hintergrund sei, dass sich die Bundesregierung in ihrem vor wenigen Tagen veröffentlichten Eckpunktepapier für das Klimaschutzprogramm 2030 für einen Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen ausgesprochen habe: "Wenn das bei uns so in Kraft tritt, fällt im Windenergiekonzept vieles weg." Den Film "End of Landschaft" habe er gesehen, bekennt Uhlig: "Der ist total einseitig."

Das Kinopolis Freiberg zeigt "End of Landschaft" am 10. Oktober 2019 um 19 Uhr. Der Eintrittspreis ist 7 Euro beziehungsweise 6,50 Euro für Schüler und Studenten.

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