Oktoberfest macht seinem Namen Ehre

Zum 29. Mal wurde in Halsbrücke das Spektakel zelebriert. Seine Anziehungskraft steigt stetig an. 2020 winkt ein Jubiläum.

Halsbrücke.

Ein Oktoberfest mitten im Oktober? Prima, mag sich mancher denken, wenn man sieht, dass nicht wenige der so benannten Veranstaltungen im September stattfinden. In Halsbrücke hält man sich jedoch an die Monatsvorgabe, und das seit vielen Jahren. Denn das dortige Oktoberfest fand am Wochenende zum 29. Mal statt und ist somit das älteste seiner Art in der Region.

Vier Tage lang wurde es ausgiebig gefeiert. Märchen-Theater, Lampionumzug, Fußballturnier oder karnevalistischer Jux sorgten neben weiterem für Vergnügen. Neben der Gemeindeverwaltung hatten unter anderem die Feuerwehr und der Fanfarenzug erheblichen Anteil am Gelingen des Festes.

Dass weder Regenwetter noch niedrige Temperaturen die Halsbrücker und ihre Gäste vergrämen konnten, zeigte sich vor allem am Samstagabend, an dem das Festzelt am Sportplatz vor lauter Dirndlträgerinnen und Lederhosenfans fast aus allen Nähten platzte.

Der traditionelle Fassanstich hatte diesmal eine Besonderheit zu bieten. Denn erstmals seit vielen Jahren wurden zwei Fässer mit unterschiedlichen Bieren angestochen. In dem einen war das wohlbekannte Pilsner aus Freiberger Herstellung. Das andere barg ein spezielles Oktoberfestbräu aus der Brauerei am Bahnhof in Halsbrücke, eine Lokalität, die laut Chef Ronny Erfurt wohl im nächsten April offiziell ihre Türen öffnet. "Wie es sich für ein Oktoberfestbier gehört, ist dieses etwas süffiger, malziger, stärker", führte Erfurt aus. "Und es hat eine rote Färbung, was ein Gruß an Halsbrücke mit seinem Roten Graben ist." Auf 20 Hektoliter limitiert war das Bier. Wie auch das Freiberger, floss es an diesem Abend in Strömen. Von nun an jeden Mittwoch von 16 bis 18Uhr, so Ronny Erfurt, wird an der Rampe des Halsbrücker Bahnhofs das eigene Gebraute verkauft.

Feucht-fröhlich ging es durch die Nacht, welche die Band Sowieso mit Musik untermalte.

Die Gedanken von Organisatorin Manuela Findeisen sind schon beim nächsten Jahr, wenn das 30. Oktoberfest in Halsbrücke gefeiert wird. "Angedacht ist, dass wir mal stöbern, welche Höhepunkte wir in den drei Jahrzehnten hatten und diese dann Revue passieren lassen", sagte sie. Eine echte Top-Band sei schon engagiert. "Durch die kalendarische Situation können wir dann nur drei Tage lang feiern", bedauert Bürgermeister Andreas Beger. "Dafür fangen wir aber schon am ersten Tag gleich früh an." Der 3. Oktober, stets fester Bestandteil, ist 2020 ein Samstag, weshalb das Fest vom 2. bis 4. Oktober stattfinden wird.

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