Parkgebühr: Mittweida setzt auf Handy-App

Wann das Projekt realisiert wird, ist offen

Mittweida/Freiberg.

Das lästige suchen nach Kleingeld für den Parkautomaten, die Angst vor einem Knöllchen, wenn man die Parkzeit überschritten hat - all das könnte in Mittweida bald der Vergangenheit angehören. Denn die Stadt setzt auf das moderne System des Handyparkens. Die Mittweidaer Stadträte sollen heute Abend beschließen, dass das Handyparken in die Parkgebührenordnung aufgenommen wird.

Die Stadt hat bereits einen Kooperationsvertrag über fünf Jahre mit der Firma ParkNow geschlossen. Diese biete laut Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) eine spezielle App an. Der Kunde gebe dann in dieser App die Park-Anfangszeit und später das Parkende ein. "Unsere Politessen bekommen auf ihren mobilen Kontrollgeräten eine entsprechende Information", so Schreiber. Die Autofahrer, die diese App nutzen, hätten einen Aufkleber auf der Windschutzscheibe. Die Firma ParkNow ziehe die Parkgebühren direkt von den Kunden ein. "Die Firma will verschiedene Pakete anbieten, zum Beispiel einen Pauschalbetrag für Geschäftsreisende", so Schreiber.

Wer sich nicht bei ParkNow registrieren und seine Bankdaten hinterlassen wolle, könne die Bezahlung auch über seinen Telefonanbieter vornehmen. "Das Unternehmen rechnet dann direkt mit der Stadt ab", erklärt Schreiber: "Für die Verwaltung ist die bargeldlose Abrechnung bequemer." Die Parkgebühren würden sich für die Autofahrer damit nicht erhöhen, möglich sein soll das Handyparken künftig auf allen gebührenpflichtigen städtischen Parkplätzen. Rein kostenmäßig sei die Einführung des neuen Bezahlsystems für die Stadt ebenfalls eine Nullnummer. "Die neue Software, die die Politessen für ihre mobilen Kontrollgeräte brauchen, stellt ParkNow", so Schreiber. Das sei Bestandteil des Fünf-Jahres-Vertrages. Wann das Projekt umgesetzt wird, sei aber noch nicht klar.

Mittweida könnte damit Vorreiter bei der Zahlung der Parkgebühren mittels Handy werden. Die Stadt Freiberg steht der Technik reserviert gegenüber. Das hatte Tom Kunze vom Tiefbauamt der "Freien Presse" im Frühjahr gesagt. Daher wird es in Freiberg so rasch nicht möglich sein, mittels Smartphone-App ein Parkticket zu ziehen. Kunze: "Noch gibt es dafür zu viele Anbieter und kein einheitliches System." (mit acr)

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