Polizei weiterhin auf Tätersuche

Nach der Gewaltandrohung gegen das Bildungszentrum FBAB in Brand-Erbisdorf scheint das Motiv noch unklar zu sein.

Brand-Erbisdorf.

Die Kriminalpolizei scheint nach der Androhung von Gewalttaten am Montag gegen die private Berufsfachschule FBAB in Brand-Erbisdorf noch keine heiße Spur zum Täter zu haben. Auch ein Motiv für die Tat scheint damit noch im Dunkeln zu liegen. "Ein Motiv wird sich erst dann ergründen lassen, wenn ein Tatverdächtiger ermittelt ist", erklärte am Donnerstag ein Polizeisprecher auf Nachfrage der "Freien Presse". Die Ermittlungen laufen demnach weiterhin.

Mit etwa 60 Einsatzkräften einschließlich Spezialisten für Lebensrettung hatte die Polizei am Montagvormittag nach einer schriftlich geäußerten Gewaltandrohung gegen die Schule zunächst das Gebäude evakuiert und später durchsucht, jedoch keinen Anhaltspunkt für die zunächst angenommene Amoklage gefunden. Wie "Freie Presse" erfuhr, soll im Drucker der Schule ein Schreiben sichergestellt worden sein, in dem von einer Geiselnahme die Rede gewesen sei. Nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden, habe die Geisel freikommen sollen.

Die Schüler der Berufsschule wurden am Dienstag durch eine Mitarbeiterin des Kriseninterventionsteams betreut. Dabei ging es vorrangig um die Aufarbeitung der Geschehnisse, erklärte der Polizeisprecher am Donnerstag weiter. Aus Sicht der Polizei lasse sich in Brand-Erbisdorf "ein reibungsloser und vor allem positiver Einsatzverlauf resümieren". Sowohl die Erstkräfte des Polizeireviers Freiberg als auch die Einsatzzüge der Polizeidirektion Chemnitz hätten die Lage gut bewältigt. "Es hat sich bei diesem Einsatz in Brand-Erbisdorf gezeigt, dass vielfach trainierte Handlungsmuster und Kommunikations-Konzepte greifen", so der Sprecher der Polizeidirektion. Alle Maßnahmen dienten nach seinen Worten der Sicherheit, die oberste Priorität hatte.

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