Premiere für den gemeinsamen Silberball

Wirtschaftsjunioren und Tanzsportverein organisieren neues Format für Gäste, die gern tanzen. Bewährtes bleibt bestehen.

Freiberg.

Am Samstag ist Ballabend - Silberball-Abend. Dafür, dass der Freiberger Wirtschaftsball in seiner bisherigen Form von diesem Ballformat abgelöst wird, gibt es gute Gründe, wie Martin Ferkinghoff, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, sagt.

"Sie waren vor allem organisatorischer Art", erklärt er. "Der Aufwand, solch eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, ist nicht unerheblich. Das Meiste spielt sich im Hintergrund ab und ist für die Gäste nicht zu sehen." Mitorganisatorin Bianca Fijas-Seger ergänzt: "Außerdem nahm die Zahl der Gäste ab, was sicher auch daran lag, dass in dieser Zeit drei Bälle im ,Tivoli' stattfanden." Mit dem Absolventenball der TU Bergakademie und dem neuen Silberball des Freiberger Tanzsportvereins Schwarz-Weiß war die Konkurrenz groß.

Hinter dem Silberball verbirgt sich das Tanzturnier der Partnerstädte, das zuvor im Städtischen Festsaal stattfand. 2018 versuchte man sich erfolgreich unter neuem Namen im "Tivoli". Oberbürgermeister Sven Krüger, selbst oft Gast beim Wirtschaftsball, fragte bei den Wirtschaftsjunioren an, ob man deren Angebot nicht mit dem Silberball zusammenlegen könne, um beiden Veranstaltungen neuen Schwung zu geben. Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden. Und so entsteht aus der Zusammenarbeit von Wirtschaftsjunioren, Tanzsportverein und Stadt Freiberg der neue Silberball, der nun am 23. November ab 18 Uhr im "Tivoli" Premiere feiert.

"Wir haben beim Wirtschaftsball immer auf ein gediegenes Ambiente Wert gelegt", so Fijas-Seger. "Die Ausstattung des Saales war sehr wichtig, auch das Essen und die Musik." Alles war im Preis der Eintrittskarten enthalten, weshalb sie aber teurer gerieten. Die Veranstalter des Silberballs hatten das Essen á la carte organisiert. Das Gediegene steuern die Wirtschaftsjunioren auch diesmal bei, das Essen kann sich jeder bestellen. Das senkt die Kartenpreise auf jetzt 29,50 Euro. Die Tanzmusik kommt von der "Mercurius Musik Band" aus Dresden. Wesentlicher Programmpunkt ist der Tanzwettbewerb um den Pokal des Oberbürgermeisters in Standard und Latein, bei dem Vereinsmitglieder, aber auch angemeldete Gäste mitmachen können.

Der Erfolg der Neustrukturierung zeigt sich bereits. "Es sind nur noch sehr wenige Karten für Tischplätze zu bekommen", sagt Bianca Fijas-Seger. Sogenannte Flanierkarten seien jedoch noch vorrätig.

Fester Bestandteil der Wirtschaftsbälle war eine Tombola, für die Sponsoren Gewinne spendeten, der Erlös ging an eine soziale Einrichtung. Das wird es auch beim Silberball geben. "Es war uns wichtig, das beizubehalten", sagt Ferkinghoff. Das soziale Engagement ist wesentlicher Bestandteil des Netzwerkes Wirtschaftsjunioren. Dieses hat 35 Mitglieder, die einmal im Monat zu einer Veranstaltung zusammenkommen, um die Verbindungen zu stärken und Synergieeffekte zu schaffen. Dazu gehören Betriebsbesichtigungen und Konferenzen. Jetzt nehmen die Wirtschaftsjunioren zum dritten Mal am "WWW - Wirtschaftswissen im Wettbewerb" teil, einem bundesweiten Projekt, das sich mit einem Quiz an Neuntklässler wendet. "230 Schüler aus sieben Schulen sind dabei", so Ferkinghoff. Man habe mit 90 Schülern angefangen, im zweiten Jahr waren es 130. Noch bis Dezember wird mit ihnen ein Test veranstaltet, den die Wirtschaftsjunioren auswerten. "Dazu gehen wir an die Schulen, halten eine Stunde Unterricht zum Wirtschaftskreislauf, eine Stunde findet das Quiz statt", sagt der Kreissprecher. "Wir küren die beste Schule, und der Kreisbeste darf zum Bundesfinale." "Natürlich suchen auch wir Leute, die bei uns mitmachen", so Ferkinghoff. Interessierte können ihn unter m.ferkinghoff@saxonia-bildung.de kontaktieren.

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