Prüflinge kehren in die Schulen zurück

Einrichtungen in Oederan und Niederwiesa teilen Klassen in kleine Gruppen

Oederan/Niederwiesa.

Die Schüler der neunten und zehnten Klassen, die in diesem Frühjahr ihre Prüfungen für den Real- oder Hauptschulabschluss schreiben, kehren ab dem heutigen Mittwoch in ihre Schulen zurück. Nachdem am Montag bereits die Gymnasiasten der zwölften Klassen mit besonderen Hygiene- und Abstandsregelungen die Prüfungsvorbereitung begonnen haben, müssen sich nun auch die Oberschüler auf ein ungewohntes Lernumfeld einstellen.

So werden die 55 Schüler der Oederaner Oberschule in kleine Gruppen aufgeteilt, damit in den jeweiligen Klassenzimmern genügend Abstand gehalten werden kann. "Da die Schüler erst am 20. Mai entscheiden müssen, in welchen Fächern sie sich prüfen lassen, werden wir bis dahin auch in allen Fächern unterrichten", sagte Schulleiter Frank Hunger. "Bis auf den Sportunterricht findet alles statt." Am ersten Schultag werde es eine spezielle Belehrung zu den Hygienevorschriften geben. "Dazu haben die Lehrer alles so vorbereitet, dass wir mit dem gebotenen Abstand so normal wie möglich Schule machen können", so Hunger. "Wir wollen im Sommer sagen können: Wir haben aus dieser ungewohnten Situation das Beste für unsere Schüler rausgeholt."

Auch an der Oberschule in Niederwiesa ist man für die Prüfungsvorbereitungen gerüstet. Die 73 Schüler aus drei zehnten sowie einer neunten Klasse werden von rund 20 Lehrern für die schriftlichen Klausuren sowie die mündlichen Prüfungen fit gemacht. "Wir haben bereits am vergangenen Donnerstag mit unserem internen Krisenstab getagt und am Dienstag in einer Lehrerkonferenz die Abläufe durchgesprochen", sagte Schulleiterin Katrin Fischer.

Die Klassen werden in Gruppen zu fünf bis acht Jugendlichen eingeteilt, die dann jeweils in separaten Zimmern lernen. Die Waschbecken in den Räumen wurden unter anderem mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel ausgestattet. "Wir werden auch unsere Schüler bezüglich der Einhaltung der Hygienevorschriften belehren. So ist der Mundschutz ganztägig zu tragen, und die Mindestabstände sind ausnahmslos einzuhalten. Darauf werden die Lehrer achten", sagte die Schulleiterin.

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