Recht - Schiedsstellen haben mehr Arbeit

Freiberg.

Die Anzahl der Streitigkeiten, die vor einen ehrenamtlichen Friedensrichter in Mittelsachsen gelangt sind, hat sich im Jahr 2017 deutlich erhöht gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren im Landkreis im vergangenen Jahr 47 Anträge auf eine Schlichtungsverhandlung zu bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten gestellt worden. 2016 waren es noch acht Fälle weniger gewesen. Auch bei den Anträgen auf einen Sühneversuch in strafrechtlichen Privatklageverfahren und gemischten Streitigkeiten gab es einen Zuwachs: von einem Fall im Jahr 2016 auf 15 Fälle im Jahr 2017. Auch bei den sogenannten "Tür- und Angelfällen", in denen kein formelles Verfahren eingeleitet wird, gab es im Jahresvergleich ein Plus von elf auf 186 Fälle. Im Gegensatz dazu sei die Anzahl der Schiedsstellen in Mittelsachsen im gleichen Zeitraum von 44 auf 43 gesunken, teilte die Kamenzer Behörde mit, die sachsenweit einen leichten Rückgang der Fallzahlen beobachtet. (jan)

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