Reinsberg holt sich Profis für die Jugendarbeit

Regenbogenbus-Verein soll Initiativen in der Gemeinde unterstützen

Reinsberg.

Der Aufbau einer Jugendinitiative im Ortsteil Bieberstein und die Begleitung der beiden bestehenden Jugendclubs in der Gemeinde Reinsberg gehören zu den ersten Aufgaben, die der Verein Regenbogenbus aus Chemnitz-Wittgensdorf übernehmen soll. Den Vertrag dazu hat der Gemeinderat von Reinsberg in seiner jüngsten Sitzung einstimmig genehmigt. Konkret soll sich das Team von Kontrast - Mobile Jugendarbeit in Mittelsachsen, das in Hainichen seinen Sitz hat, auch um den Jugendverein Fan-Team in Hirschfeld und die Jugendinitiative "Mauerbusch" in Dittmannsdorf kümmern. Die Vorsitzenden der Jugendclubs hätten die Unterstützung begrüßt, sagte Bürgermeister Bernd Hubricht (CDU). Sozialpädagogin Janine Kromm habe zudem bereits mit Jugendlichen aus dem Raum Bieberstein gesprochen, die einen eigenen Treff auf die Beine stellen wollen. Die Teamleiterin für die Mobile Jugendarbeit sei auch die Hauptansprechpartnerin für die Gemeinde bei dem Verein. Sie hatte sich und ihr Team den Räten in der Sitzung im Mai dieses Jahres vorgestellt.

Rathauschef Hubricht hatte eindringlich für den Vertrag geworben: "Mit monatlich 450 Euro kann die Gemeinde die Jugendarbeit fachlich begleiten und neue Maßstäbe setzen." Reinsberg gebe pro Jahr nahezu 1,4 Millionen Euro für die Betreuung von Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten und im Hort aus, zog das Gemeindeoberhaupt einen Vergleich: "Aber nach dem Grundschulalter sind die Kinder bei uns bislang auf sich selbst gestellt oder werden in einem Verein betreut."

Bis 2012 seien die Jugendinitiativen in der Gemeinde über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - sogenannte ABM-Projekte - angeleitet worden. Danach hätten sich meist die Ortschaftsräte dieser Aufgabe mit stellen müssen, so die Einschätzung aus dem Reinsberger Rathaus: "Eine professionelle sozialpädagogische Arbeit konnte dabei nicht geleistet werden."

Das Team der Mobilen Jugendarbeit beim Verein Regenbogenbus arbeitet nach eigener Darstellung bislang mit sieben Kommunen im Landkreis zusammen. Partner seien die Städte Augustusburg, Großschirma, Hainichen, Leisnig und Mittweida sowie die Gemeinden Eppendorf und Leubsdorf.

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