Rekord: Alle Christmarkt-Tassen verkauft

Der Freiberger Weihnachtsmarkt endet mit einer guten Bilanz und einer Premiere: Erstmals waren alle Tassen vorfristig verkauft. Die Humboldt-Edition ist der Renner.

Freiberg.

Mit dem am Sonntagabend zu Ende gegangenen 30.Christmarkt haben die Freiberger einen Erfolg gelandet. So berichtet Anja Fiedler, Leiterin des Amtes für Kultur-Stadt-Marketing, von über 200.000 Besuchern, wesentlich mehr als in den Vorjahren.

Ein Rekord gelang auch mit den Tassen: Die Sammelleidenschaft scheint stetig zu steigen, vermutet Fiedler. Denn erstmals waren die Tassen der aktuellen Saison bereits vor Ende des Christmarktes ausverkauft: Schon seit dem 14. Dezember gab es keine Christmarkttassen aus der Humboldt-Edition 2019 im städtischen Lagerbestand mehr. "Alle bestellten 12.000 Stück wurden an Christmarkthändler und Besucher verkauft", so die Kulturchefin.

Bereits 2018 war diese Tendenz nach ihren Worten erkennbar. "Deshalb sind für 2019 vorsorglich 4000Tassen mehr hergestellt worden als in den Vorjahren. Doch jetzt mussten selbst Restbestände der Vorjahre mit verkauft werden."

Zwar werden Anmeldungen von Reiseunternehmen und Buchungen von Stadtführungen zum Christmarkt erst im Januar ausgewertet. Dennoch berichtet das Rathaus bereits jetzt von steigenden Zahlen: So waren allein zur Bergparade am 7.Dezember mehr als 40 Reisebusse in Freiberg. "Der Parkplatz für Reisebusse an der Cottastraße wurde sehr gut angenommen, auch die Beethovenstraße war mit Bussen ausgelastet."

Zu den Höhepunkten des Marktes zählt Fiedler neben der Bergparade mit so vielen Besuchern wie nie zuvor (25.000) erneut den Stollenanschnitt am 30. November.Auch die Bergparade aus Holz am Rand des Marktes, mit neuen Schau-Vitrinen ergänzt, zog die Blicke auf sich. Freiberger Traditionen und Geschichte waren in einer Freiluftausstellung zu sehen: Ein Diorama zum Silberfund vor über 850Jahren war ebenso ausgestellt, wie eine kleine Ausstellung zum Humboldtjahr 2019, die Präsentation "30 Jahre Freiberger Christmarkt", eine Uniform der Bergparade und Höhepunkte der Landesausstellung 2020, die teilweise in Freiberg stattfindet. "Im kommenden Jahr sollen weitere Vitrinen die Schau ergänzen", sagt Fiedler.

Aufgegangen ist nach Einschätzung der Amtsleiterin auch das Sicherheitskonzept mit Beton-Barrieren und guter Überwachung. Einziger Wermutstropfen sei das von einem Lkw beschädigte, zuvor neu gestaltete Eingangsschild zum Christmarkt an der Rathausgiebelseite gewesen. Mit der Aufschrift "Glück Auf" und "Freiberger Christmarkt" war es zum beliebten Fotomotiv geworden. Besucher schickten Bilder davon in die Welt und warben damit für Freiberg und den Christmarkt. Der Schaden am Schild beläuft sich auf etwa 7000 Euro. "Es wird jetzt repariert und soll im nächsten Jahr wieder hängen", verspricht Fiedler. "Zusätzlich ist für das zweite Eingangstor Richtung Petersstraße ein weiteres Schild dieser Art geplant."

Nach dem Abschluss des Marktes bleibt der Weihnachtsbaum auf dem Obermarkt über die Feiertage und Silvester stehen. Am 6.Januar wird er mit der Pyramide abgebaut. Die Zweige werden fachgerecht entsorgt. Der Stamm wird als Feuerholz genutzt, so Fiedler. (grit/bk)

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