Reserven bei Wasser aktuell bei 80 Prozent

Zweckverbände: Keine Engpässe zu erwarten

Trockenheit und heiße Temperaturen über Wochen, da werden die Wasserhähne öfter als gewöhnlich aufgedreht. Obwohl es örtlich hin und wieder Regenschauer gegeben hat, bleiben die Gewässerpegel niedrig.

Dennoch: Im Gebiet des Wasserzweckverbandes Freiberg ist die aktuelle Trinkwasserversorgung stabil und abgesichert, sagt Geschäftsleiterin Silvia Braune. Die Versorgung von Freiberg und der Region Freiberg Nord erfolge aus dem eigenen Wasserwerk in der Stadt. "Das südliche Verbandsgebiet erhält Trinkwasser aus dem Wasserwerk Lichtenberg des Zweckverbandes Fernwasser Südsachsen Chemnitz, die Regionen Frauenstein, Sayda, Cämmerswalde aus Quellen oder Tiefbrunnen", erklärt sie.

Im Normalbetrieb werden durchschnittlich reichlich 15.000 Kubikmeter Trinkwasser am Tag an Kunden abgegeben. Im Moment seien es knapp 18.000 Kubikmeter. Der Spitzentag sei der 2. August mit rund 18.500 Kubikmetern gewesen. Engpässe, wenn sie denn auftreten sollten, können zum Teil durch Mehrbezug vom Fernwasserzweckverband Südsachsen ausgeglichen werden. Natürlich stünden auch Wasserwagen und Tankwagen für außergewöhnliche Ereignisse bereit, so Silvia Braune. Einen größeren Anstieg des Wasserverbrauchs nach den Ferien hält sie für unwahrscheinlich. Im übrigen sei dann auch wieder Regen vorhergesagt.

Der in Hainichen ansässige Wasserzweckverband ZWA kann ebenso die Haushalte des Verbandsgebietes zuverlässig versorgen, sagt Technikchef Ulrich Pötzsch. Möglich macht das die Speisung des Trinkwassernetzes aus verschiedenen Quellen. "Den Großteil unseres Wassers beziehen wir aus Talsperren im Erzgebirge. Noch passiert nichts, denn diese sind noch zu etwa 80 Prozent gefüllt." Schwankungen im Verbrauch könne man über den Fernwasserverbund Südwestsachsen ausgleichen.

Und diese Schwankungen gebe es durchaus. Bei normaler Witterung liege die Wasserentnahme im Verbandsgebiet bei 17.000 bis 18.000 Kubikmetern pro Tag. Doch am letzten Juliwochenende beispielsweise seien zwischen 22.500 und 23.800 Kubikmeter entnommen worden. An den Wochenenden liege der Wasserverbrauch ohnehin etwa zwölf Prozent höher als in der Woche. (ule)

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