Rettungseinsatz nach Arbeitsunfall in Milchviehanlage Niederschöna

Nach einem Arbeitsunfall im Silo der Agrargenossenschaft wurde ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert. Vier weitere Mitarbeiter kamen zur Beobachtung in eine Klinik.

Niederschöna.

In der Milchviehanlage der Agrargenossenschaft Niederschöna hat es am Freitagmittag gegen 13 Uhr einen Arbeitsunfall gegeben, bei dem mehrere Personen vermutlich Kohlenmonoxid eingeatmet haben. Das bestätigte die Rettungsleitstelle Chemnitz auf Nachfrage von "Freie Presse". Ein 45-jähriger Mann kam ins Krankenhaus, vier weitere Männer wurden ebenfalls zur Kontrolle in eine Klinik gebracht. Unter den Verletzten befinden sich zwei Mitglieder des Vorstands der Agrargenossenschaft Niederschöna.

Laut Alexander Riedel, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Niederschöna, ist einem Mann offenbar unwohl geworden, als er in das Silo der Milchviehanlage einstieg, um dort Arbeiten durchzuführen. "Seine Kollegen haben ihn aus dem Silo rausgeholt", sagte Riedel. Als Rettungsdienst und Feuerwehren eintrafen, hatten Ersthelfer den Mann bereits versorgt.

Insgesamt 25 Feuerwehrleute waren im Einsatz - neben den Niederschönaern die Feuerwehren aus Freiberg, Halsbrücke, Hetzdorf und Oberschaar. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Steffen Schneider war vor Ort. "Es gab eine gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und dem Rettungsdienst", so Alexander Riedel. 14.30Uhr waren die Niederschönaer Feuerwehrleute, für die es der elfte Einsatz in diesem Jahr war, wieder in ihrem Depot.

Am Freitagnachmittag waren noch Mitarbeiter der Kriminalpolizei am Ort des Geschehens. Kurz vor 15.15 Uhr fuhr der letzte Rettungswagen ab, der den fünften Mann zur Kontrolle ins Krankenhaus brachte.

Steffen Hanich vom Vorstand der Niederschönaer Genossenschaft war als Feuerwehrmann bei dem Einsatz dabei. "Es war schon ein großer Schreck, als ich erfahren habe, dass es in unserem Unternehmen ist", sagte Hanich später auf Anfrage von "Freie Presse". Mehr wollte er am Freitagnachmittag nicht zu dem Vorfall sagen.

Am Freitagabend schätzte Martin Hänel, der Diensthabende in der Polizeidirektion Chemnitz, ein, dass es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt hat. Die Untersuchungen der Kriminalpolizei seien inzwischen abgeschlossen. Mittlerweile stehe fest: "Obwohl die Messungen noch nicht abgeschlossen waren, hat sich der 45-jährige Mann in das Silo begeben und ist dann ohnmächtig geworden", so Martin Hänel. Und er fügte hinzu: "Glücklicherweise haben seine Kollegen rechtzeitig reagiert und ihn gerettet."

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