Reuter: Nähe zur Touriinfo als Auflage

Silbermannhaus ist Thema zur Bürgerfragestunde

Freiberg.

Im Streit um einen Standort für das künftige Welterbezentrum in Freiberg hat Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) Interesse an einer Lösung mit der Silbermanngesellschaft bekundet. Als amtierender Rathauschef erklärte er zur Bürgerfragestunde am Donnerstag im Stadtrat, die Stadt sei lösungsorientiert auf der Suche. Dabei gehe es darum, das Problem in beiderseitigem Einvernehmen zu lösen.

Die Pläne der Stadtverwaltung, im Silbermann-Haus ein Welterbezentrum einzurichten, werden seit Wochen kontrovers diskutiert. Denn dafür müsste die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft umziehen. Sie möchte aber in der früheren Werkstatt Gottfried Silbermanns bleiben. Der Verein wolle auch in Zukunft an diesem authentischen Ort wirken und das wertvolle Erbe Silbermanns in der Gegenwart für viele Generation erlebbar machen, bekräftigte der Verein mehrfach. Die Stadt bietet alternative Standorte für sie an und verweist etwa auf hohe Kosten, wenn sie nicht Synergieeffekte durch die Tourist-Information nutzen könne. Die Kosten für drei zusätzliche Vollzeitkräfte an einem alternativen Einzelstandort bezifferte OB Sven Krüger (parteilos) mit mehr als 100.000 Euro jährlich.

Zur Bürgerfragestunde während der Ratssitzung rückte SPD-Stadtvorstand-Mitglied Sandra Lipkowsky die Domherrenhäuser 2 und 3 in den Mittelpunkt: Sie fragte die Stadtspitze, wieso die Silbermanngesellschaft in die sanierungsbedürftigen Domherrenhäuser ziehen solle. Die Freibergerin erkundigte sich zudem nach den Informationen im Zusammenhang mit dem jetzigen Sitz der Silbermanngesellschaft: "2017 wurde das Silbermannhaus neu gestaltet. War zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, dass es ein touristisches Welterbezentrum geben soll?" Lipkowsky wollte zudem wissen, nach welchen Gesichtspunkten die Standortprüfung stattfindet.

Reuter verwies indes auf die laufende Suche: Teilergebnisse wolle er nicht vorstellen, da noch keine Planung vorläge, keine Kosten feststünden und keine Entscheidungen gefallen seien. Als konkrete Auflage an das geplante Welterbezentrum nannte Reuter die Nähe zur Tourist-Information. Lipkowsky versicherte er: "Wir sind lösungsorientiert unterwegs. Sobald sich etwas aufzeigt, werden wir die Öffentlichkeit in Kenntnis setzen." (grit)

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