Richter will weitere Zeugen hören

Betrugsfall: Urteil am 14. November erwartet

Chemnitz/Freiberg.

Das Revisionsverfahren gegen einen 33-Jährigen wegen mehrfacher Beihilfe zum Betrug ist am Chemnitzer Landgericht gestern fortgesetzt worden. Ihm wird vorgeworfen, Teil eines dubiosen Geschäftsmodells gewesen zu sein, in dem ein 42-Jähriger aus dem Raum Flöha mehr als 200 Lebensversicherungsverträge abgeschlossen hat, um mit den Provisionen an der Börse spekulieren zu können. Mit den Gewinnen sollten für fünf Jahre die Versicherungsbeiträge finanziert und an die Kunden verschenkt werden.

Weitere drei Zeugen hatte der vorsitzende Richter Dirk-Eberhard Kirst zum gestrigen Termin geladen. Es handelte sich dabei um die Versicherungsnehmer, die jeweils mehrere Lebensversicherungen abgeschlossen hatten, obwohl sie sich die Beiträge gar nicht leisten konnten. "Mit der Befragung der Zeugen will das Gericht ergründen, ob und wie der Angeklagte die Beratungsgespräche geführt hat. Wir wollen herausfinden, ob er vom betrügerischen Modell gewusst und mitgespielt hat", erklärte Kirst.

Der Prozess wird am 14. November fortgesetzt. Der Prozess gegen den 42-jährigen Hauptangeklagten wird in einem gesonderten Verfahren am 22. November eröffnet. (vt)

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