Riesenhunger auf Stollen und das Fest

In Scharen strömten die Menschen im Erzgebirge und Freiberger Umland am zweiten Advent auf die Weihnachtsmärkte. Und zeigten sogar rekordverdächtige Leistungen.

Brand-Erbisdorf/Umland.

Ein Vertreter vom Guinnessbuch der Rekorde ist nicht da gewesen. Was die Brand-Erbisdorfer am Samstagnachmittag geleistet haben, war allerdings rekordverdächtig. In zehn Minuten hatten sie den 10,40Meter langen und 100 Kilogramm schweren Riesenstollen verputzt. Dann lagen nur noch Puderzucker und paar Rosinen auf dem langen Holbrett.

"Den Leuten schmeckts", freute sich Bäckermeister Dirk Selbmann. Das liege auch am kalten Wetter, mutmaßte er. Dann schmecke der Stollen besonders. In seiner Backstube haben die Mitarbeiter im Oktober begonnen, den Riesenstollen zu backen. Dafür wurden zum Beispiel die Rosinen "ordentlich in Rum getränkt", verriet Selbmann. Der Erlös - 500 Euro purzelten beim Verkauf in den Spendentopf - kommt sozialen Zwecken zugute. "Wir wollen damit die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt unterstützen", verriet Oberbürgermeister Martin Antonow. Maria Drechsel, die aus Brand-Erbisdorf stammt und jetzt in Meißen lebt, war mit ihrem 15 Monate alten Sohn Bjarne gekommen. "Der Stollen schmeckt. Jetzt wollen wir noch etwas über den Markt bummeln", sagte die junge Mutter.

Auch in Mulda waren die Leute gestern in Scharen auf den Weihnachtsmarkt gezogen. Alle Hände voll zu tun hatte der Weihnachtsmann, der seinen Namen nicht verrät, aber im wahren Leben als Zimmermann arbeitet. Am Heiligabend ist der 45-Jährige rund 2o Kilometer auf Bescherungstour durch Mulda und Großhartmannsdorf. (bk/mer)

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