Ruhe bewahren: Feuerball fordert Wehrleute heraus

Feuer in einem Keller - was ist zu tun? Zwei Tage lang übten Floriansjünger dieses Szenario - und mussten eine Menge dabei beachten.

Mulda.

Eigentlich reicht eine Atemschutz-Sauerstoffflasche für einen Feuerwehrmann um die 45 Minuten. Aber wenn Feuerwehrleute in Aktion sind und unter Stress stehen, kann sich das schon mal bis auf 20 bis 30 Minuten reduzieren. Also sind Umsicht, überlegtes Handeln und dennoch Schnelligkeit gefragt, wenn es gilt, ein Feuer zu bekämpfen. Um dies zu trainieren, trafen sich am Freitag und Samstag insgesamt etwa 125 Mitglieder aus den freiwilligen Feuerwehren, Mulda, Helbigsdorf, Zethau, Clausnitz, Rechenberg-Bienmühle, Holzhau, Dorfchemnitz, Voigtsdorf, Saidenbach, Sayda, Neuhausen und Cämmerswalde. Ihre Aufgabe: In einem Brandcontainer einen Kellerbrand löschen.

Dieser befand sich auf einem Sattelauflieger, den die Kameraden jeweils zu zweit vom Dach aus betreten mussten. "Die Kameraden müssen hier unter Beweis stellen, dass sie mit Hitze, Rauch, Wasserdampf und deren Gefahren klarkommen. Dabei sind Sicherheitsvorschriften zu beachten, zum Beispiel der Luftvorrat im etwa 15 Kilogramm schweren Atemschutzgerät. Auch ein sicherer Rückzugsweg muss da sein", erläutert Gerd Saring, Wehrleiter der Feuerwehr Mulda.

In geduckter Haltung, das Wasser-Strahlrohr am Mann, verschafften sich die Wehrleute Zugang bis zur ersten "Kellertür". Tür auf - und der erste Kamerad musste unter der Kellertreppe den Brand löschen. Der zweite Kamerad sichert den Weg zurück. Als die nächste Tür vorsichtig geöffnet wurde und der Sauerstoff das Feuer erreichte, gab es den sogenannten Flashover. Die Flammen schossen unterhalb der Decke entlang. Auch sie wurden gelöscht. Im letzten Raum (siehe Bild) standen in einem Regal ein Kanister und eine Gasflasche. Sie mussten gesichert werden, nachdem das Feuer gelöscht war.

Danach hieß es durch die Lautsprecher "Übungsende". Für die beiden Kameraden hieß das: dort herauszukommen, wo sie sich vorgearbeitet hatten. Für die Holzhauer Wehrleute Peter Wagner und Mario George war die Übung sehr anstrengend, aber eine sehr große Erfahrung, wie sie sagten. Rene Göhler, der vor den beiden anderen Holzhauern die Übung bestritt, sagte danach "Man kommt gut ins Schwitzen". Er war sich aber mit den meisten Kameraden einig: "Dieser Brandcontainer ist eine sehr sinnvolle Atemschutz-Ausbildung. Vielleicht könnte er öfter da sein."

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