Schlagloch-Ärger hat vorerst ein Ende

Der Steinbruchweg in Frauenstein soll eine neue Deckschicht erhalten. Das hilft zwar nur kurzfristig, dafür kann damit ein weiteres Problem gelöst werden.

Frauenstein.

Auf einen grundhaften Ausbau des Steinbruchweges müssen die Frauensteiner noch warten. Der Zustand auf dem Abschnitt von der Kreuzung bei den Garagen bis hinunter zum Walkmühlenweg war Thema bei der Stadtratssitzung am Montagabend im Stadtteil Dittersbach.

Dieser Bereich ist seit geraumer Zeit ein Ärgernis nicht nur für Autofahrer. Zahlreiche große und tiefe Schlaglöcher zieren die Strecke. In den Löchern sammelt sich regelmäßig Geröll an, welches von stärkeren Regengüssen wieder heraus gespült und den abschüssigen Weg hinab gerissen wird. Das Nachsehen haben die Anwohner, die besonders im unteren Teil des Steinbruchwegs leben und mit zunehmenden Überspülungen und Schutt zu kämpfen haben. Bürgermeister Reiner Hentschel erklärte, er selbst habe bereits 2017 eine Kostenanalyse zum grundhaften Ausbau des Steinbruchwegs erstellen lassen. "Dabei kamen wir damals auf eine Summe von 391.980 Euro", sagte er.

Angesichts weiterer Preissteigerungen könne man aber mittlerweile wohl von deutlich höheren Kosten ausgehen. Einen grundhaften Ausbau gebe das Stadtsäckel nach derzeitigem Stand nicht her. Nichtsdestotrotz sei dringender Handlungsbedarf vorhanden, so Hentschel. Denn neben den Schlaglöchern sei vor allem problematisch, dass es keine Kanalisation am Weg gebe. Als Lösung, welche dem Zustand zumindest kurzfristig abhelfen könnte, schlug Reiner Hentschel nun eine Oberflächensanierung vor, die gleichsam das Entwässerungsproblem klären könnte.

Dafür hatte die Gemeinde mehrere Bauunternehmen angeschrieben und von dreien Angebote erhalten. Das wirtschaftlichste davon kam von der Firma Weichelt aus Hartmannsdorf/Reichenau mit einer Angebotssumme in Höhe von etwa 46.000 Euro. 40.000 Euro könnten als Fördergeld aus Mitteln für den kommunalen Straßenbau fließen, erläuterte Hentschel die Finanzierung. Für die darüber hinaus anfallenden 6000 Euro müsse der Stadtrat einer überplanmäßigen Ausgabe zustimmen. Stadträtin Katrin Grohmann (CDU) wollte wissen, ob diese Summe denn noch im Haushalt vorhanden wäre. "Noch haben wir sie", entgegnete Hentschel. Einstimmig stimmte der Stadtrat dem Vorschlag zu. Die Arbeiten sollen nun im August ausgeführt werden.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.