"Schüler warten darauf"

Leiterin der Brand-Erbisdorfer Oberschule zu "Zeitung im Unterricht" befragt

Brand-Erbisdorf.

Die Oberschule Brand-Erbisdorf hat sich auch dieses Jahr für "Zeitung im Unterricht" angemeldet. Steffen Jankowski hat Schulleiterin Martin Kilian zu den Beweggründen befragt.

Freie Presse: Ihre Bildungseinrichtung beteiligt sich seit Jahren an "Zeitung im Unterricht" - warum?

Martina Kilian: Wir sehen das Projekt als Bereicherung des Unterrichts mit aktuellem Material und aktuellen Texten. Gern werden dabei auch die Texte aus den Beilagen "Wochenende" oder "Kultur und Service" genutzt. Es werden verschiedene journalistische Texte beleuchtet und der Aufbau einer Tageszeitung analysiert - auch im Vergleich zur Boulevardzeitung. Schüler der Klasse 8 erstellen selbst eine Zeitung, das Lesen von Sachtexten wird geübt, das Fach Gemeinschaftskunde analysiert aktuellpolitische Ereignisse, im Fach Geografie wird sich beschäftigt mit Texten zu anderen Ländern, Reiseberichten und so weiter.

Bei Ihnen werden auch Tablet-Computer eingesetzt - was versprechen Sie sich davon aus pädagogischer Sicht?

Die meisten Schüler haben keine Tageszeitung zu Hause und sollen an das "Informieren" herangeführt werden. Die Tablets sind da zeitgemäßer und motivierender für die Schüler. Es können sofort Hintergründe zu einzelnen Informationen, Ländern etc. recherchiert werden. Leider verfügt die Oberschule Brand-Erbisdorf selbst weder über Tablets noch über WLAN. Im Projekt werden die Geräte bereitgestellt; der Motivationsaspekt der Arbeit ist deshalb sehr hoch. Wir vergleichen auch die Druck- und die Onlineausgabe unter dem Aspekt der Aktualität.

Wie viele Schüler aus welchen Klassenstufen werden einbezogen?

Bei uns sind etwa 320 Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 dabei. Wir beteiligen uns seit dem Schuljahr 2010/2011, und das kommt bei den Schülern gut an. Sie warten oft schon darauf, wann es wieder losgeht. Die Schüler sehen darin auch eine Abwechslung zu den etwas in die Jahre gekommenen Lehrbüchern.

Können Sie das Projekt Ihren Berufskollegen empfehlen?

Das kann ich. Die Aktualität, das andere Format als sonst benutzte Unterrichtsmaterialien, die Vielfalt an Texten von Nachrichten über Berichte bis zu Reportagen und die Themenbreite von Politik über Kultur und Sport sind Pluspunkte. Allerdings muss sich der Lehrer flexibel auf die Textinhalte einstellen, da er nicht viel Vorlauf hat.


Vier Wochen top informiert

Das medienpädagogische Projekt "ZimU - Zeitung im Unterricht" gibt Schülern der Klassen 7 bis 10 in Mittelsachsen Gelegenheit, die "Freie Presse" vier Wochen kostenlos zu

lesen. Hauptprojektpartner ist Envia M. Neben der klassischen Zeitung kann der spannende Weg durch die Medienwelt auch via Tablet begleitet werden. Dafür stellt die Komsa AG Hartmannsdorf mehrere Klassensätze zur Verfügung.

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