Schülerfirma ist spitze

Hilfe zur Selbsthilfe - das leisten die Freiberger Nachwuchsunternehmer des Scholl-Gymnasiums seit Jahren in Nepal. Dafür erhielten sie einen Preis.

Freiberg.

Mit ihrem ausgefeilten Konzept und ihrem unermüdlichen Einsatz hat die Schülerfirma Namaste Nepal aus Freiberg bei der Jury punkten können. Die Nachwuchsunternehmer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben den ersten Platz des von den Müller Medien ins Leben gerufenen Bundes-Schülerfirmen-Contests errungen. "Wir sind alle total glücklich. Damit hatten wir nicht gerechnet", sagte Projektkoordinator Steffen Judersleben gestern kurz nach der Preisverleihung in Berlin am Telefon.

Wenige Minuten zuvor hatte die Jury die Geschäftsidee der Freiberger als sehr durchdacht, innovativ und kreativ gelobt. Die Namaste Nepal S-GmbH importiert beispielsweise grüne Kaffeebohnen aus Nepal. In Freiberg werden die Bohnen geröstet, verpackt und verkauft. Ein Gutteil des Preises fließt an die Bauern im Anbauland zurück. Eine weitere wichtige Einnahmequelle ist der Nepallauf, der seit 2005 organisiert wird und durch den bisher circa 344.000 Euro an Spenden eingeworben werden konnten. Mit dem Geld wird in erster Linie der Bau von Schulen in dem südasiatischen Land finanziert - inzwischen handelt es sich um sieben Einrichtungen.

Nachdem gestern anhand eines kurzen Films die Schülerfirma vorgestellt wurde, schilderte Manja Köhmstedt ihre Eindrücke. Herzerweichend sei es in Nepal, die Armut sei groß, das Land faszinierend, sagte die Gymnasiastin, die mit sechs weiteren Mitschülern nach Berlin gereist war.

An dem Wettbewerb hatten sich mehr als 170 Gruppen aus Deutschland beteiligt. Bereits im Sommer landeten die Freiberger bei einer Online-Abstimmung mit Abstand auf Platz 1. Nun gelang es die Expertenjury zu überzeugen. Als Preisgeld erhielt Namaste Nepal 2000 Euro. CDU-Bundespolitikerin Veronika Bellmann lobte den "Fleiß, Kreativität und Professionalität" der Gymnasiasten. Deren Handeln sei vorbildlich. (acr)

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