Schülerticket: zwei Parteien dringen auf Lösung

Kreisräte werden über Rückzahlung für Zeit des Homeschoolings beraten

Freiberg.

Im Ringen um eine anteilige Rückzahlung ihrer Beiträge für das Schülerticket für Homeschooling-Zeit bekommen die Eltern Unterstützung. Die AfD-Fraktion im Kreistag hat einen Antrag gestellt. Darin heißt es: "Durch die Coronakrise sind die Eltern schulpflichtiger Kinder besonders belastet gewesen. Jetzt sollen sie auch noch für eine Leistung zahlen, welche sie nicht in Anspruch nehmen konnten." Der Kreis solle für die Rückerstattung aufkommen.

Rund 520 Eltern hatten sich beim Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) beschwert, weil ihre Kinder gut zwei Monate keinen Bus nutzten. Bisher ist dieser Fall nicht in der VMS-Satzung vorgesehen. Deshalb dringt die AfD auf eine Satzungsänderung. Auch die Kreistagsfraktion der Linken steht hinter den Eltern, so ihr Chef Gottfried Jubelt. Um einen hohen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, hatte Kreisrätin Jana Pinka im Mai vorgeschlagen, die Zahlung für zwei Monate auszusetzen. Jubelt: "Bereits 2010 haben wir den Antrag gestellt, die Elternanteile auf null zu fahren - leider ohne Erfolg." Laut einem Kreissprecher berät der Kreistag am 23. September über den Antrag. (hh)

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