Schulanbau hat Priorität, verzögert sich aber schon

Knapp 12 Millionen Euro will Brand-Erbisdorf bis 2023 investieren. Der größte Brocken fließt in eine Bildungseinrichtung, die zunehmend aus den Nähten platzt.

Brand-Erbisdorf.

11,97 Millionen Euro plant die Stadt Brand-Erbisdorf in den Jahren 2019 bis 2023 auszugeben. Allein dieses Jahr sind es 5 Millionen Euro. Der Stadtrat hat dem Doppelhaushalt 2019/2020 in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt. "Freie Presse" stellt einige Zahlen daraus vor.

2,73 Millionen Euro fließen in den Anbauund die weitere Ausstattung an der Grundschule am Haasenweg. Fördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro aus zwei verschiedenen Fördertöpfen sind beantragt. Dazu fließen dreimal 70.000 Euro - also 210.000 Euro - vom Land Sachsen in den Anbau. Unterm Strich hat die Stadt selbst 1,16 Millionen Euro zu stemmen. Weil es aufgrund steigender Schülerzahlen im Gebäude immer enger wird, sollte der Anbau bis 2020 fertig sein. "Allerdings liegen noch immer kein Förderbescheid und keine Baugenehmigung vor", sagte Bauamtsleiter Dierk Schülke auf Nachfrage am gestrigen Donnerstag. Erst wenn der Bescheid vorliegt, werde mit dem Planer ein Zeitplan erarbeitet. Dann müssen die Arbeiten ausgeschrieben, Angebote geprüft und Aufträge vergeben werden. "Es ist wahrscheinlich, dass der Bau erst nächstes Jahr beginnt", so Schülke. Die Herausforderung: Der Schulbetrieb muss während des Baus aufrechterhalten bleiben und der direkte Anbau an das Bestandsgebäude muss in den Ferien geschehen. "Wenn sich die Kosten des Projektes schlecht entwickeln sollten, würden wir lieber auf was anderes verzichten, um den Anbau nicht zu gefährden", sagt Schülke. Eine bestimmte Maßnahme nannte er dabei nicht.


1,71 Millionen Euro stehen im Plan 2020 für Grunderwerb und Baukosten im Projekt Erbisdorfer Wasser. Nur 168.000 Euro davon sind Eigenmittel, um den Hochwasserschutz in St. Michaelis zu verbessern. Das zugehörige Planfeststellungsverfahren soll im Herbst 2019 beendet sein, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr rechne mit Baubeginn im Frühjahr 2020, heißt es aus der Stadtverwaltung.

1,44 Millionen Euro fließen in den Bau von Fußwegen und Straßen sowie in Straßenbeleuchtung. Beispiele sind die Fertigstellung der August-Bebel-Straße, der Fußweg an der B 101 bis zum Abzweig S 235 und die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes Oberreichenbacher Straße.

562.000 Euro schlagen für die Gestaltung des Campusplatzes an der Oberschule August-Bebel-Straße zu Buche. 2018 sind dafür bereits 207.000 Euro ausgegeben worden.

Für 40.000 Euro soll 2020 ein Konzept zur weiteren Sanierung des Landschaftsparks "Niederes Rittergut" in Langenau erarbeitet werden.

352.000 Euro will die Stadt für Brand- und Katastrophenschutz ausgeben. Dazu zählt unter anderem die Fertigstellung zweier Löschwasserentnahmestellen für 173.000 Euro und ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr aus Oberreichenbach für 148.000 Euro, wobei es hier Aussicht auf eine Finanzspritze in Höhe von 54.000Euro gibt.

176.000 Euro sind für Investitionen in Gebäude vorgesehen, darunter 45.000 Euro für den Erwerb und die Revitalisierung der Bauruine Großhartmannsdorfer Straße 14. Die Stadt will versuchen, das Haus zu ersteigern, um es abzureißen und die Fläche als Bauland zu verkaufen. "Vorausgesetzt, dass wir es zu einem bestimmten Preis kaufen können", schränkt Schülke ein.

15.000 Euro stehen für die Umbauplanung des Sport- und Freizeitzentrums auf der Agenda.

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